Glossar - Das kompakte ABC der Finanzbranche

Finanzlexikon: Eine Übersicht von wichtigen Begriffen aus dem Finanzsektor.
Einfach erklärt für Einsteiger und Profis.

Die Finanzwelt gestaltet kreative Produkte für Anleger und nutzt zur Erklärung eine eigene Sprache. Erlernen Sie die Grundkenntnisse, verstehen Sie die Funktion eines Investments. Es lohnt sich zudem, die Bedeutung der wichtigsten Anlagen wirklich zu verstehen. Danach fällt die Entscheidung leichter, welche Methode Sie zur Wertsteigerung Ihrer Mittel auswählen sollen. fondsshop-vergleich erklärt im kostenlosen Online-Börsenlexikon die wichtigsten Finanzbegriffe.

Verstehen Sie mit unserem Fonds Glossar das ABC der Finanzsprache verstehen. Das Finanzlexikon für neugierige Einsteiger und erfahrene Profis! fondsshop-vergleich stellt Ihnen einen kompakten Finanz-Glossar zur Verfügung und erläutert aktuelle Finanzbegriffe. So können Sie Ihre Kompetenzen erweitern. Und die Sprache der Gewinner nach kurzer Zeit fließend sprechen. Setzten Sie das Wissen gezielt für Ihre Vorhaben ein

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Abgeltungssteuer

Verkaufen Sie Ihre Wertpapiere können Sie im Optimalfall mit der Rückzahlung Ihres eingesetzten Kapitals und zusätzlich mit einem entsprechenden Gewinn rechnen. Dieser Kapitalertrag, der neben den Gewinn auch Zinsen und Dividenden miteinschließt, wird pauschal mit 25 Prozent besteuert. Kleinanlegern kommt allerdings ein Sparerpauschbetrag zu Gute, bei dem für Erträge bis 801 Euro (für Singles) oder 1602 Euro (für Verheiratete) diese Steuer entfällt. Von den zu versteuernden Kapitalerträgen wird zusätzlich ein kleiner Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer abgezogen.

Absicherung

Zur Absicherung der Kurse von Aktien, Devisen und Renten im Fondsvermögen können Fondsmanager Finanzinstrumente wie Futures, Swaps oder Optionen verwenden. Diese Absicherungen schützen vor zu starken Schwankungen.

Absolute Return

Unabhängig von der Marktentwicklung zielt der Fondsmanager bei dieser Strategie darauf ab, dass sich der Fonds zu jedem Zeitpunkt im Investitionszeitraum absolut positiv entwickelt.

ad-hoc Meldung

Aktiengesellschaften, die im geregelten Markt oder amtlichen Handel einer Wertpapierbörse, notiert sind, verpflichten sich zur ad-hoc Publizität. Sie müssen die Öffentlichkeit über bis dato noch unbekannte kursrelevante Tatsachen über ad-hoc Meldungen informieren.

Advisor

Wie die englische Bezeichnung schon erahnen lässt, handelt es sich bei den Advisor um Berater. Sie sind externe Berater einer Fondsgesellschaft (bzw. Kapitalverwaltungsgesellschaft). Ihr Rat wird bei Anlageentscheidungen herangezogen. Ein Advisor weist im Optimalfall ein hohes Spezialwissen auf, welches zu Gunsten des Fondserfolgs beitragen soll.

Agio

Um den Vertrieb zu bezahlen, nehmen sich die Anbieter von Wertpapieren das Recht heraus, ein Aufgeld oder einen Aufschlag bei Ausgabe des Wertpapiers zu verrechnen. Dieses Aufgeld nennt man Agio. Es ergibt sich aus der Differenz des Ausgabepreises und des Nennwerts oder Rückzahlungspreises. Übersteigt der Ausgabepreis des Wertpapiers den Nennwert, sollten Sie als Anleger auf ein Agio eingestellt sein.

Aktie

Das wohl bekannteste Wertpapier weltweit ist die Aktie. Sie verbrieft Anteile an Unternehmen. Jeder Aktionär hat grundsätzlich ein Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung der Aktiengesellschaft. Außerdem ist er Eigentümer an der Gesellschaft. Wie hoch das Eigentum an der Aktiengesellschaft ist, hängt von der Anzahl der Aktien ab, die im Besitz des Aktionärs sind. Größere Unternehmen listen ihre Aktien meistens an der Börse. Dort werden die Wertpapiere traditionell auch gehandelt.

Aktienfonds

Ein Aktienfonds investiert überwiegend in Aktien, also Unternehmensbeteiligungen. In ihrem Investitionsschwerpunkt unterscheiden sich diese Fonds aufgrund der Unternehmensgröße, der Branche oder der Region der Aktiengesellschaften, welche die Wertpapiere ausgeben. Die Titelselektion soll für höhere Erträge sorgen, als für die Benchmark üblich. Traditionell kann man als Anleger davon ausgehen, dass eine Investition in einen Aktienfonds mit höheren Risiken verbunden ist (als zB. die Investition in einen Rentenfonds). Schwanken kann der Wert von Anteilen eines Aktienfonds immer. Es wird nicht garantiert, dass das Anlagekapital erhalten bleibt. Hohe Verlustrisiken werden dadurch eingegangen.

Aktienmarkt

Dieser Begriff fasst sämtliche Organisationsformen des Aktienhandels zusammen (börslich sowie außerbörslich). Das kann der Parketthandel, der Handel über private Onlineportale, Telefonhandel oder der Handel über das Computerhandelssystem XETRA sein. Den An- und Verkauf von Wertpapieren an amtlich zugelassenen Börsen (öffentlich-rechtlich) nennt man börslichen Handel. Die berühmteste Börse in Deutschland befindet sich in Frankfurt. Die Deutsche Börse AG. Neben ihr gibt es, auf das ganze Land verteilt, verschiedene Regionalbörsen. Werden die größten Unternehmenswerte (Firmen mit hohem Umsatz und hoher Marktkapitalisierung) am amtlichen Markt gehandelt - verbunden mit strengen Auflagen - werden amtliche Makler herangezogen, um die Preise festzulegen. Beim geregelten Markt des börslichen Handels werden im Gegenzug, von der Börse beauftragte, freie Makler dafür eingestellt. Die Zulassungsbedingungen sind hier weniger streng. Die Makler übernehmen die freie Kursfeststellung. Der außerbörsliche Handel organisiert sich privatwirtschaftlich. Hier ist der Handel auch außerhalb der Börsenzeiten möglich. Notiert werden die Aktienwerte, die insbesondere nicht am amtlichen und geregelten Markt zugelassenen sind.

Aktiv gemanagter Fonds

Zuständig für die Titelauswahl aller Wertpapiere, Immobilien und Guthaben im Fonds ist beim aktiv gemanagtem Fonds der Fondsmanager. Er bestimmt, worin das gesammelte Fondsvermögen der Anleger investiert wird. Manche Fondsmanager orientieren sich stark am Index. Andere wiederum entscheiden sich für Titel, welchen die Manager die spannendsten Renditechancen beimessen. Abhängig von der Art der Titelauswahl, kennt man zum Beispiel den Growth- oder Value-Ansatz. Bei den passiv gemanagten Fonds spielen die bevorzugten Titel des Fondsmanagers keine große Rolle, es gibt also kein aktives Management des Fonds.

All-in-fee

Es handelt sich hier um eine Gebührenangabe, angeführt in einer Prozentzahl. Die Prozentzahl gibt die mit der Fondsanlage anfallenden Kosten an. Der Ausgabeaufschlag wird in dieser Zahl nicht beachtet. Vor allem die Management- und Verwahrstellegebühr nimmt die All-infree auf. Weitere Kostenblöcke sind zum Beispiel mögliche Erfolgsgebühren (auch Performance Fee genannt) oder die Transaktionskosten. In der Total Expense Ratio (TER) werden diese Kostenblöcke nicht beachtet. Die All-in-fee schließt außerdem die Kosten für die Revisionsstelle, Rechenschaftsberichte, Preispublikationen und Verkaufsprospekte ein. Was nicht abgedeckt wird: Anfallende Gebühren für Fonds, die in der Schweiz beheimatet sind und ausländische Nebenkosten, die sich aus dem Kauf- und Verkauf der Anlage ergeben.

Alpha

Weicht die Rendite eines bestimmten Fonds von der Benchmark ab und kann nicht durch die üblichen Risikofaktoren erklärt werden, nimmt man für diese Abweichung ein Maß zur Hand, welches in der Branche als Alpha bezeichnet wird. Ist das Alpha positiv, hat der Fonds eine Überrendite erzielt, gemessen an der Benchmark. Der Fonds hat sich im Verhältnis also dann besser zum Marktindex entwickelt, wenn das Alpha hoch ist. Ein negatives Alpha bedeutet genau das Gegenteil: Der Fonds hat eine Minderrendite eingefahren.

Alternative Investments

Gehen Anlagestrategien und Kapitalanlagen über die klassischen Geldanlagen hinaus, fasst man diese unter dem Obergriff Alternative Investments zusammen. Klassische Geldanlagen wären zum Beispiel festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen, Aktien oder Geldmarktpapiere. Die Alternativen Investments zielen bei jeder Marktentwicklung auf Gewinne ab. Das betrifft auch Situationen, in welchen die Märkte fallen oder stagnieren. Die Benchmark, also die Indizes, spielen bei der Portfoliozusammensetzung Alternativer Investments keine Rolle. Ihre Ausrichtung fokussiert sich ausschließlich auf stetige Gewinne. Alternative Investments können zum Beispiel Hedge-Fonds, Private Equities oder Managed Futures sein. Die Korrelation der Erträge von Alternativen Investments zu den Märkten oder Indizes ist im Vergleich zu dem klassischen Aktienfonds relativ gering.

Anlageausschuss

Das Gremium, das eine Fondsgesellschaft, beziehungsweise Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) oder das Fondsmanagement berät, nennt man Anlageausschuss. Bei Publikumsfonds sehen die Anlagebedingungen vor, dass ein Gremium eingerichtet werden muss. Der Aufsichtsrat der KVG bestellt in der Regel den Anlageausschuss. Der Anlageausschuss legt fest, wie sich die Anlagepolitik des jeweiligen Fonds gestaltet. Die Interessen der einzelnen Anteilseigner stehen dabei immer im Mittelpunkt.

Anlageberater

Die Anlageberater geben ihren Kunden gewerbsmäßig Empfehlungen beim Verkauf oder Kauf von Wertpapieren und sämtlichen anderen Kapitalanlagen. Alle Empfehlungen sollten sich nach den Kundenbedürfnissen richten, die sich auf die Vorgaben Sicherheit, Liquidität und Netto-Ertrag stützen.

Anlagegrenzen

Laut Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), darf ein Investmentfonds nur in einem bestimmten Ausmaß in Wertpapiere eines einzelnen Emittenten/Ausstellers investieren. Den Grundsatz dafür liefert die Risikodiversifikation. Auch weitere Vorschriften, abgestimmt auf die unterschiedlichen Sondervermögen, findet man im KAGB.

Anlagegrundsatz

Damit die Anlageziele eines Fonds so sicher wie möglich gewährleistet werden können, muss das Fondsmanagement eine kundenorientierte Anlagepolitik betreiben. Das könnte zum Beispiel das Erzielen einer überdurchschnittlich hohen Rendite innerhalb einer Risikoklasse sein. Geformt wird die Anlagepolitik von den Ansprüchen, welche sich für die Titel-Auswahl der Wertpapiere, den Verkauf- sowie Anrufzeitpunkten, der Steuerung von Barreserven und der Absicherung gegen Kursverluste ergeben. Der Anlagegrundsatz bestimmt den Rahmen für die Anlagepolitik. Er orientiert sich am Fondstypus und äußerst sich oftmals schon im Fondsnamen.

Anlagehorizont

Der Anlagehorizont gibt den Zeitraum an, in welchem der Anleger sein Kapital nicht benötigt. Es also investieren kann. Der Anlagehorizont muss ebenfalls die Risikobereitschaft des Anlegers beachten. Man unterscheidet zwischen einem langfristigen Anlagehorizont (mehr als 6 Jahre, zum Beispiel für Aktienfonds gängig), einem mittelfristigen und kurzfristigen Anlagehorizont (ein paar Tage bis mehrere Monate, gängig für Geldmarktfonds).

Anlagekonto

Dient ein Konto nicht dem Zahlungsverkehr, spricht man von einem Anlagekonto. Es dient ausschließlich der Geldanlage.

Anlageregion

Die geografischen Gebiete, in welchen der Fonds vorzugsweise seine Investitionen tätigt, nennt man Anlageregionen. Beispiele wären dafür: Europa, Emerging Markets/Schwellenländer, China etc..

Anlageschwerpunkt

Die Auskunft, welche die Anlageziele eines Fonds, die verfolgte Strategie, Wertpapierkategorie oder Märkte, in welche der Fonds hauptsächlich investiert, formuliert, nennt man Anlageschwerpunkt.

Anlagestil

Die Methode, welche ein Fondsmanager bei seinen Anlageentscheidungen, den Umgang mit Risiken (auch Managementstil genannt) und der Optimierung einer Fondsperformance, verfolgt, nennt man Anlagestil (auch Investmentstil).

Anlagestruktur

Wie ein Fondsdepot aufgebaut ist, also wie sich seine Vermögenswerte zusammensetzen, werden von der Anlagestruktur bestimmt.

Anlagetyp

Der Anlagetyp ist eine Bezeichnung für verschiedene Vermögensklassen wie Rentenpapiere, Aktien, Cash/Geldmarktanlagen, Immobilien, Derivate oder Alternative Investments wie Hedgefonds, Private Equity-Fonds etc.

Anlageziel

Den Zweck, welchen das Management eines Fonds verfolgt, nennt man auch Anlageziel. Die klassischen Anlageziele sind zum Beispiel das Kapitalwachstum, die Ausschüttung von hohen Renditen, die Werterhaltung, die Erzielung einer Mindestrendite, das Übertreffen der Benchmark (Outperformance). Bei Publikumsfonds wird das Anlageziel in den Kundeninformationsdokumenten (oder auch wesentlichen Anlegerinformationen) sowie dem Verkaufsprospekt angeführt. Es ist im Realfall unmöglich, dass alle Ziele mit einem Fonds erreicht werden. Wird bei einem Fonds zum Beispiel eine hohe Rendite angestrebt, muss man als Anleger auch mit einem entsprechenden höheren Risiko rechnen.

Anleger

Die natürliche oder juristische Person, welche das Geld zum Investieren zur Verfügung stellt. Dabei stehen persönliche Ziele im Fokus. Kauft der Anleger Fondsanteile, steht ihm ein bestimmter Anteil am Fondsvermögen zu. Steigt der Fondswert, steigt auch der anteilsmäßige Ertrag des Anlegers.

Anleihefonds

Ein Anleihefonds (im Englischen: Bond Fund) investiert vorwiegend oder ausschließlich in Anleihen (im Englischen: Bonds), also festverzinsliche Wertpapiere. Anleihen können vom Staat (Staatsanleihen), von Unternehmen (Unternehmensanleihen und Genussscheine) oder von Schwellenländern, den sogenannten Emerging Markets, ausgegeben werden.

Anleihen

Sie sind eine populäre verzinsliche Schuldschreibung, auch bekannt als festverzinsliches Wertpapier. Ihre Laufzeit steht von Anfang an fest. Anleihen können von Unternehmen, Banken oder öffentlichen Einrichtungen (wie Bund, Länder oder Gemeinden) herausgegeben werden. Manche Anleihen werden zudem an der Börse gehandelt. Die Laufzeit bestimmt zu einem hohen Grad die zu erwartende Zinshöhe. Außerdem hängt sie davon ab, wie kreditwürdig der Hausgeber (Emittent) ist. Es besteht eine Verpflichtung für den Emittenten, dem Gläubiger (Anleger) einen bestimmten Betrag (Nominalwert) nach Ende der Laufzeit zurückzuzahlen. Verkaufen Sie als Anleger die Anleihe während der Laufzeit, kann es eine Abweichung von Kurswert und Nominalwert geben. Dadurch kann ein Kursgewinn oder -verlust entstehen.

Annualisierte Performance

Die Annualisierte Performance weist die Entwicklung des gesamten Wertes einer Anlage (über den Zeitraum von mehreren Jahren) als Jahreswertentwicklung aus. Berücksichtigt wird auch der Zinseszinseffekt.

Annuität

Die Rückzahlung Ihres Darlehens wird meistens in mehre Tilgungsbeträge aufgeteilt. Zusätzlich fallen für Sie, als Darlehensnehmer, Zinsen an. Eine Annuität fasst einen jährlichen, gleichbleibenden Betrag zusammen, der sich aus der Tilgung und den Zinsen ergibt. Wird Ihre Restschuld kleiner, sinkt auch der Zinsanteil. Im Gegenzug steigt dafür der Tilgungsanteil. Die Annuität schafft Planungssicherheit und wird in der Regel in Form von monatlichen oder vierteljährlichen Raten von Zins und Tilgung erhoben. Man nennt diese Vorgehensweise auch unterjährige Zahlung.

Annuitätendarlehen

Darlehen, bei denen die Raten aus Tilgung und Zins während der vereinbarten Zinsbindung gleichbleiben, sind auch als Annuitätendarlehen bekannt. Die Annuität fasst die Tilgung und den Zins in einem Betrag zusammen. Die einzelnen Rückzahlungsbeträge bleiben in ihrer Höhe immer gleich.

Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten schließen neben dem reinen Kaufpreis einer Immobilie auch sämtliche Kaufnebenkosten, wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, eventuell eine Maklerprovision mit ein. Nebenkosten für Kredite und Finanzierungen zählen nicht zu den Anschaffungkosten, jedoch zu den sogenannten Gesamtkosten.

Anschlussfinanzierung

Erfolgt nach dem Auslaufen der Zinsbindung für ein Annuitätendarlehen eine weitere Finanzierung, spricht man von einer Anschlussfinanzierung. Der Zins wird vor der Anschlussfinanzierung neu festgelegt.

Anteilklasse

Die Anteilklassen können sich aufgrund der Höhe der Ausgabeaufschläge, Mindestanlage, Verwaltungsgebühren, der Art der Ertragsverwendung (ausschüttender Fonds oder thesaurierender Fonds) unterscheiden. Ein Sondervermögen kann mehrere Anteilklassen haben. Die Regel besagt, dass jede bestimmte Anteilklasse auch ihre eigene ISIN und WKN hat.

Anteilschein

Fondsanteile nennt man auch Anteilscheine. Weitere Bezeichnungen dafür sind auch Investmentanteile oder Investmentzertifikate. Sie bestehen beim Kauf effektiver Stücke aus Mantel (auch eigentliche Urkunde genannt) als auch Bogen (besteht aus nummerierten Ertragsscheinen, die den Anleger zur Entgegennahme einer Ausschüttung berechtigen, sowie einen Erneuerungsschein zum Bezug eines neuen Bogens). Ausgegeben werden die Anteilsscheine mit der Bezeichnung der Stückzahl aber ohne Nennwert.

Anteilspreisveröffentlichung

Aufgrund der Informationspflicht müssen Fondsgesellschaften (beziehungsweise Kapitalverwaltungsgesellschaften), die Anteilspreise (Nettoinventarwerte) eines Fonds publizieren. Ermittelt werden müssen diese Preise börsentäglich. Die Fondsgesellschaften werden außerdem angehalten, die Preise mindestens zweimal im Monat in einer auflagenstarken Tages- oder Wirtschaftszeitung oder auf einer Website (Link muss im Verkaufsprospekt des Fonds oder den wesentlichen Anlegerinformationen vermerkt sein) zu veröffentlichen.

Anteilumlauf

Die Summe der Anteile eines Fonds, welche von einer Verwahrstelle ausgegeben wurden und sich zu einem bestimmten Datum im Umlauf befindet.

Anteilwert

Dividiert man den Wert des Fondsvermögens durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile erhält man den Anteilwert. Der Anteilwert ist identisch mit dem Rücknahmepreis.

Antizyklisch

Investiert man antizyklisch, investiert man entgegen des Trends. An der Börse antizyklisch zu investieren bedeutet, bei sinkender Börse zu kaufen und bei steigender Börse zu verkaufen. Das Gegenteil dazu wäre: Prozyklisch beziehungsweise zyklisch.

Arbitrage

Werden Preis-, Zins-, und Kursdifferenzen einer Anlage an verschiedenen Börsenplätzen und zu einem bestimmten Zeitpunkt gezielt ausgenutzt, spricht man von Arbitrage. Das bedeutet: Am Börsenplatz mit niedrigen Kursen wird angekauft, am Börsenplatz mit hohen Kursen verkauft. In Zeiten von Echtzeitkursen und einer hohen Transparenz des Marktes kommt Arbitrage lediglich bei sehr schnellen Kursänderungen eines Marktes vor. Andere Marktteilnehmer können sie nicht auf Anhieb nachvollziehen.

Asset

Das englische Wort für ein Wertpapier, eine Anlage oder ein Vermögen ist Asset.

Asset Allocation

Die Geldanlagen eines Anlegers können in verschiedene Anlageklassen und Anlagemärkte aufgeteilt werden. Die Asset Allocation gibt Auskunft zur prozentuellen Verteilung von diesen. Man spricht hier also von der optimalen Aufteilung eines Vermögens durch den Fondsmanager oder Investor. Die individuellen Anlageziele und fondsspezifischen Anlagegrundsätze geben die Asset Allocation vor. Diese definieren die Art (Renten, Aktien, Derivate, Immobilien etc.), die Anzahl der Vermögenswerte, die Auswahl der Emittenten, wie die Währungen und Länder sowie die Höhe der Barreserve. Anleger finden die fondsspezifischen Anlagegrundsätze im Fondsprospekt (konkret in den wesentlichen Anlegerinformationen). Beim Privatanleger sollten hier zum Beispiel die aktuelle Lebenssituation, der Anlagehorizont sowie das Anlageziel berücksichtigt werden. Darauf aufbauend handelt der Fondsmanager nach seinem eigenen bevorzugten Managementstil. Für ihn ist dabei vor allem der Anlagefokus auf lang-, mittel- und kurzfristige Investments elementar und wesentlich, ob er sich auf nationale, internationale beziehungsweise regionale Märkte ausrichten soll. Das ist vor allem zur breiten Diversifikation des Portfolios wichtig.

Asset Backed Securities (ABS)

Die Asset Backed Securities bezeichnen im Englischen jene Wertpapiere, welche mit verschiedenen Forderungen gedeckt beziehungsweise unterlegt sind. Übersetzt: Asset ist das Finanzaktiva, backed bedeutet gesichert und Securities sind die Wertpapiere. Klassische Beispiele für die Forderungen sind beispielsweise Kreditkarten- oder Leasingforderungen, Kundenforderungen und Konsumentenkredite. Erhöht wird durch diese indirekte Unternehmensfinanzierung also die Eigenkapitalquote. Die Methode ist in den USA recht beliebt aber mittlerweile auch in Europa recht populär geworden. Kreditforderungen von Unternehmen und Privatpersonen werden abhängig von ihrer Laufzeit und ihrem Risiko zusammengefasst und an eine Finanzierungsgesellschaft verkauft. Die Finanzierungsgesellschaft wurde davor manchmal eigens für diesen Zweck gegründet. Refinanziert wird die Finanzierungsgesellschaft durch die Ausgabe von Ast Backed Securities (ABS). Gehandelt werden die ABS wie festverzinsliche Wertpapiere unter anderem an der Börse.

Asset Management

Hier spricht man von einer professionellen Vermögensverwaltung.

Asset-Schwerpunkt

Er ist eine Bezeichnung dafür, auf welche Form von Anlage der Fonds seinen Schwerpunkt setzt (zum Beispiel Aktien, Dachfonds, dynamisch).

Assetklasse

Ein Vermögenswert wird im Englischen als Asset bezeichnet. Aktien stellen unter anderem eine Assetklasse dar. Auch Anleihen bilden eine Klasse auch Immobilien oder Rohstoffe. Die Assetklassen können abhängig von ihrer Definition in weitere Klassen unterteilt werden. Ein gängiges Beispiel dafür bilden Aktien, die in Werte großer, mittlerer und kleiner Unternehmen oder Anleihen in Staats- und Unternehmenspapiere aufgeteilt werden.

ATC

Beim ETF werden in der Regel fremde Kosten erhoben. Die sogenannten Additional Trading Costs (ATC). Sie fallen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren des Fonds an. Angegeben werden diese Kosten in Prozent bezogen auf den gehandelten Betrag.

ATX

Die Wiener Börse (in Österreich) nutzt den Austrian Trated Index (ATX), einen in Echtzeit berechneten Fließhandelsindex, um die österreichischen Bluechips abzubilden. In ihn fließen die 20 höchstkapitalisierten und liquidesten Unternehmenswerte des Staates ein. Er umfasst also das Prime Market Segment.

Auflegungsdatum

Der Zeitpunkt, zu welchem Fondsanteile das erste Mal zum Kauf angeboten werden, nennt man Auflegungsdatum.

Aufsichtsbehörde

Die Aufsichtsbehörde bildet eine Institution des Staates, welche die Aufgabe hat, die Tätigkeiten von Fondsgesellschaften zu überwachen. In Deutschland heißt die Aufsichtsbehörde Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in Österreich Finanzmarktaufsicht (FMA) und in Luxemburg Commission de Surveillance du secteur Financier (CSSF).

Ausgabeaufschlag

Beim Kauf von Fonds wird dem Anteilspreis in der Regel ein Aufgeld (Agio) aufgeschlagen, der Ausgabeaufschlag. Dieser wird meistens als Vergütung für den Vertrieb eines Fonds eingezogen. Manche Anbieter gewähren Anleger einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag oder dieser entfällt komplett.

Ausgabepreis

Fügt man dem Anteilswert (auch Rücknahmepreis) den Ausgabeaufschlag hinzu, erhält man den Ausgabepreis. Er verkörpert also jenen Preis, zu welchem man Fondsanteile erwerben kann.

Auslandsanleihe

Eine Auslandsanleihe ist eine Anleihe, welche in Deutschland als Euro-Anleihe ausländischer Schuldner ausgegeben wird. Umgekehrt kann sie auch eine Anleihe sein, die außerhalb von Deutschland von einem inländischen Emittenten in Fremdwährung ausgegeben wird.

Ausschüttender Fonds

Die Erträge aus Wertpapieren, die sich aus den Dividenden und Zinsen zusammensetzen, werden beim ausschüttenden Fonds regelmäßig an die Anleger ausgezahlt. Den Gegensatz dazu bilden die thesaurierenden Fonds, bei denen die Erträge zur Erhöhung und Reinvestition des Fondsvermögens einbehalten werden.

Ausschüttung

Alle Erträge (ordentlich sowie außerordentlich), welche das Fondsmanagement erwirtschaftet, wird im Fondsvermögen angesammelt. Diese Erträge werden bei offenen Fonds in der Regel einmal jährlich in einer Ausschüttung ausgezahlt. Ordentliche Erträge können Dividenden oder Mieteinnahmen sein. Außerordentliche Erträge entstehen durch den Verkauf von Grundstücken oder Wertpapieren. Am Ausschüttungstag verringert sich der Anteilswert (Rücknahmepreis) ganz genau um den Ausschüttungsbertrag. Der Grund dafür ist die Verringerung des Fondsvermögens, die durch die Ausschüttung stattfindet. Bei thesaurierenden Fonds erfolgt keine regelmäßige Ausschüttung. Die Erträge thesaurierender Fonds bleiben im Fondsvermögen erhalten und werden reinvestiert.

Ausschüttungsgleicher Ertrag

Man nennt den ausschüttungsgleichen Ertrag bei thesaurierenden Fonds auch Thesaurierungsbetrag. Die Fondserträge, also die ausschüttungsgleichen Erträge, bleiben zur erneuten Investition in Wertpapiere im Fondsvermögen erhalten. Sie werden nicht an die Anleger ausgeschüttet.

Auszahlungsplan

Für Anleger besteht die Option, sich regelmäßig Beträge aus seinem Investmentvermögen auszahlen zu lassen. Das Investmentvermögen muss dafür in der Regel eine bestimmte Höhe haben. Anleger können dann entscheiden, ob er sich neben den Erträgen auch einen bestimmten Teil des Kapitals auszahlen lassen möchte. Man nennt das einen Auszahlplan mit Kapitalverzehr. Sollen nur die erwirtschafteten Erträge zufließen, spricht man von einem Auswahlplan mit Kapitalerhalt.

Balanced Fund

Einen ausbalancierten Fonds oder auch ausgewogenen Fonds nennt man Balanced Fonds. Das kann zum Beispiel ein Mischfonds sein, der ein ausgeglichenes Verhältnis von festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und gegebenenfalls auch Geldmarktpapieren in sein Portfolio aufnimmt.

Barrendite

Das Verhältnis zwischen der letzten Ausschüttung und dem aktuellen Ausgabepreis (verringert durch die seit dem Ausschüttungszeitpunkt aufgelaufenen Erträge) nennt man die Barrendite (auch Ausschüttungsrendite).

Barreserven

Barreserven sind frei verfügbare Mittel, in Form von Geldmarktpapieren oder Bankguthaben, welche das Fondsmanagement halten kann. In den meisten Fällen wird allerdings nur ein kleiner Teil an Barreserven benötigt, um Rückzahlungen von Anteilen vornehmen zu können. Durch das Halten von Barreserven hat das Fondsmanagement die Möglichkeit, auf die Bewegungen des Marktes zu reagieren. Ändert sich am Markt etwas, können die Manager flexibel darauf reagieren.

Basispunkt

Vergleicht man Kursdifferenzen, Preisdifferenzen oder Renditedifferenzen, wird im Normalfall der Basispunkt dafür herangezogen. Er führt die Differenz im Hundertstel Prozentpunkt (0,01%) an.

Basiswert

Dieses Wertpapier bezieht sich auf ein Derivat. Im Englischen nennt man den Basiswert auch underlying. Ein Basiswert kann sich neben Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen auch Rohstoffen, Indizes, Währungen oder Einsätzen dienen.

Bear

Dieser Begriff entsprang dem Börsenjargon. Er beschreibt einen Anleger, der mit sinkenden Kursen rechnet - also pessimistisch eingestellt ist. Symbolisch wird ein Bear durch einen Bären dargestellt, der mit seiner Pranke von oben nach unten schlägt. Das Gegenteil des Bears ist der Bull.

Benchmark

Ein Benchmark ist ein aussagekräftiger Maßstab, um zu messen, wie gut ein Fonds performed. Herangezogen wird häufig ein Index, der die Entwicklung des Marktes abbildet. Bekannte Indizes sind zum Beispiel der Dax oder der Weltaktienindex MSCI World. Man stellt die Entwicklung eines Wertpapiers in der Regel zu einem Vergleichenden in Relation. Dieser Vergleichsindex wird auch als Benchmark bezeichnet. Handelt es sich um einen Fonds mit aktivem Management, wird auf das Übertreffen der Benchmark abgezielt. Passiv gemanagten Fonds sollen in deren Entwicklung die Benchmark möglichst präzise nachbilden.

Beta

Das Marktrisiko eines Fonds wird durch das Beta gemessen. Das Beta drückt aus, wie die Sensitivität einer Fondsrendite auf Bewegungen eines bestimmten Index reagiert. Es ist also ein Indikator, welcher das systematische Risiko, also das Marktrisiko, eines Fonds verdeutlichen soll. Ein Beta mit dem Wert 1 bedeutet eine identische Wertentwicklung des Fonds mit dem Gesamtmarkt. Ist der Wert größer als 1, bedeutet das eine positivere Wertentwicklung des Fonds in Bezug auf den Index/Gesamtmarkt. Ist der Wert geringer als 1, entwickelt sich der Fonds negativer in Bezug auf den Index/Gesamtmarkt.

Betragsorder

Die Betragsorder ist eine Order, die in der jeweiligen Fondswährung platziert wird und den Gegenwert darstellt.

Bewertungsmethode

Damit der zukünftige oder innere Wert eines Wertpapiers bestimmt werden kann, setzen Fondsmanager bei der Titelauswahl verschiedene Verfahren ein. Man nennt diese Verfahren auch Bewertungsmethoden. Zu den bekanntesten Bewertungsmethoden gehören die (Chart-)technische Analyse und die Fundamentanalyse.

Bezugsverhältnis

Erhöht eine Aktiengesellschaft ihr Kapital, entsteht eine Relation zwischen alten und jungen Aktien. Diese angegebene Relation nennt man Bezugsverhältnis (BV). Bei einem Bezugsverhältnis von 5:1 würden auf Basis eines Anfangsgrundkapital von 100 Millionen Euro, neue Aktien im Wert von 20 Millionen Euro in den Umlauf gebracht werden. Das Bezugsverhältnis bei Optionsscheinen gibt an, den wievielten Teil der Anleger mit dem Kauf des Zertifikats erwirbt (anhand des ihm zu Grunde liegenden Basiswerts). Besteht hier ein Bezugsverhältnis von zum Beispiel 0,01 heißt das: Das Zertifikat bildet ein Hundertstel des jeweiligen Basiswerts ab.

Bilanz

Die Aktiva und Passiva eines Unternehmens wird in einer Bilanz aufgelistet. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Jahresabschlusses.

Blue Chip

Gibt ein besonders großes Unternehmen mit tendenziell hoher Bonität Aktien aus, spricht man von Blue Chips. Auch der Ertragswert dieser Aktien bestimmt als ein Standardwert, ob diese als Blue Chip bezeichnet werden können.

Bond

Der englische Ausdruck für eine Anleihe ist Bond. Ein Bond ist ein festverzinsliches Wertpapier.

Bond Fund

Einen Fonds, der in Anleihen investiert, nennt man im Englischen Bond Fund.

Bonifikation

Die Bonifikation bezeichnet die Vergütung (Provision), die der Emittent an die Konsortialbank im Rahmen einer Fremdemission von Wertpapieren zu zahlen hat.

Bonität

Die Bonität zeigt an, ob ein Unternehmen kreditwürdig und kreditfähig ist. Das gleiche gilt für Staaten oder auch Bankkunden. Eine gute Bonität zeugt von einer hohen Kreditwürdigkeit und -fähigkeit. Die Bonität stellt also einen Maßstab dar, welcher die Sicherheit einer Anleihe, die Zahlungsfähigkeit sowie Kreditwürdigkeit eines Emittenten veranschaulichen soll. Die bekanntesten Ratingagenturen wie Moody’s, Fitch oder Standard & Poor’s (S&P) prüfen laufend die Bonität der Emittenten (bzw. Schuldner).

Bonus-Strategie

Diese Strategie zielt darauf ab, bei einem steigenden bis leicht fallenden Aktienmarkt, Renditen einzufahren. Die Ausschüttung von Dividenden wird zur Absicherung des Investments verwendet, insbesondere gegen Kursrückgänge. Kombiniert werden dabei verschiedene Finanzgeschäfte mittels Call- und Put-Optionen als auch Zero-Bonds.

Börse

Sie ist der wohl einflussreichste Marktplatz der Welt. Gehandelt werden hier Wertpapiere. In der Vergangenheit war es notwendig, dass Menschen sämtliche Angebote und Nachfragen erfassen mussten, um möglichst viele verschiedenen Verkäufer und Käufer zusammenzubringen. Diese Aufgabe übernehmen heute größtenteils Computer. Das Aktien-Geschäft wird von dem elektronischen Unterstützer beinahe ausschließlich automatisch abgewickelt. Anleihen werden meistens noch immer zwischen zwei Parteien, zum Beispiel einer Fondsgesellschaft und einer Bank, gehandelt und nicht über die Börse.

Börsenprospekt

Der Börsenprospekt enthält viele gesetzlich vorgeschriebene Informationen. Er muss veröffentlicht werden und Daten wie den Nennbetrag, den Verwendungszweck sowie die Angabe zum Emittenten mitsamt allen Emissionsbedingungen enthalten. Damit ein Finanzprodukt zugelassen werden darf, muss der Börsenprospekt publiziert werden.

Bottom-up-Analyse

Bevor ein Fondsmanager das gesamtwirtschaftliche Umfeld eines Unternehmens betrachtet, untersucht er das einzelne Unternehmen höchstpräzise. Er startet also von „unten nach oben“. Meistens fordert der Value-Ansatz eine genaue Bottom-up-Analyse.

Brady Fonds

Werden langfristige Verbindlichkeiten von Emerging Markets (Schwellenländer) durch Staatsanleihen gesichert, spricht man von Brady Fonds.

Branchenfonds

Der Branchenfonds ist ein Investmentfonds, welcher sich auf Aktienanlagen für ausgewählte Bereiche aus Industrie und Wirtschaft spezialisiert hat. Heute gibt es viele Fonds, die sich auf eine bestimmte Branche fokussiert haben. Beispiele: Rohstoffe, Sonnenenergie, Technologie. Beachtet werden muss das entsprechend hohe Risiko, weil durch die Einschränkung, keine breite Streuung stattfindet.

Break-Even Point (BEP)

Eine Kennzahl, die man auch als Gewinnschwelle bezeichnet. Der Break-Even Point gibt den Punkt an, an dem der Erlös und die Kosten gleich groß sind. Der Gewinn somit bei Null liegt. Die Kosten enthalten sowohl die fixen als auch die variablen Kosten.

Briefkurs

Hat ein Verkäufer vor, seine Wertpapiere zu veräußern, nutzt er den Briefkurs als aktuellen Verkaufspreis. Er stellt also jenen Kurs dar, zu welchem dem Anleger eines Finanzprodukts (wie Devisen, Futures oder Zertifikate) angeboten wird. Der Briefkurs ist immer höher als der Geldkurs (der Preis, zu dem der Händler das Wertpapier erworben hat). Die Händler verdienen in der Regel an dieser Geldbriefspanne. Man nennt die Spanne auch Spread.

Broker

Der Broker ist eine Person, welcher auf fremderRechnung Geschäfte mit Wertpapieren umsetzt. Siehe auch Makler. Das Gegenteil vom Broker ist der Trader.

Bull

Ein Anleger, der mit steigenden Kursen rechnet (also optimistisch handelt), wird im Börsenjargon auch Bull genannt. Wie der Name schon verrät, steht der Bulle als Symboltier für diese Art von Anleger. Er stößt mit seinen Hörnern von unten nach oben. Das Gegenteil des Bullen ist der Bear.

Bundesanleihen

Gibt der Staat Deutschland Anleihen aus, spricht man von Bundesanleihen. Auch der Staat Österreich und andere Staaten geben Bundesanleihen aus. Ihre Laufzeit liegt bei 10 bis 30 Jahren, ab der Emission.

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Sie ist die zentrale Allfinanzaufsichtsbehörde über Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute, den Wertpapierhandel als auch Versicherungsunternehmen, gegründet am 1. Mai 2002. Zusammengeführt wurde das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen mit den Bundesaufsichtsämtern für das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rechtsfähig und bundesunmittelbar. Ihr Geschäftsbereich sitzt im Bundesministerium der Finanzen mit den Standorten Bonn und Frankfurt. Die Aufgabe der BaFin ist es, dass Finanzdienstleister, Kreditinstitute und Versicherer jederzeit zahlungsfähig sind (Solvenzaufsicht). Außerdem soll sie dafür sorgen, dass am freien Markt transparente und faire Konditionen herrschen (Marktaufsicht). Zusätzlich übernimmt sie den Kundenschutz, vertritt die themenbezogenen Interessen der Deutschen in der Europäischen Union sowie anderen internationalen Institutionen. Sie verantwortet auch, dass in Deutschland die Geldwäsche bekämpft wird.

Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

Er ist ein Verband, welcher die Interessen von in Deutschland ansässigen Holdinggesellschaften, Investment- , und Vermögensverwaltungsgesellschaften vertritt. Der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) hat es sich zum Ziel gemacht, den Investmentgedanken zu fördern und dass die Branchen und Mitgliederinteressen verfolgt werden. Sein Gründungsjahr ist 1970 (am 25. März). Der BVI (damals Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften) wurde in Frankfurt am Main ins Leben gerufen. Aufgrund der Erweiterung seiner Mitglieder trägt der BVI seinen neuen Namen.

Bürgerbeteiligungen

Sie bestimmt, ob Bürger in den politischen Willensbildung-, Planung- und Umsetzungsprozess eingebunden sind. Darüber hinaus legt Sie vor, inwieweit die Bürgerschaft auch finanziell an den Prozessen beteiligt ist.

BVI SRRI

Der BVI stellt den synthetischen Risiko-Rendite-Indikator (SRRI) für offene Immobilien-Publikumsfons bereit. Die Fondsanbieter haben sich auf diesen Indikator als freiwilligen Branchenstandard verständigt. Den SRRI findet man in den Wesentlichen Anlegerinformationen (KID) - er ist eine auszuweisende Schlüsselung des Risiko-Rendite-Profils. Der SRRI ist europaweit für OGAW (UCITS) verbindlich. Handelt es sich um kein OGAW entfällt diese Verpflichtung. Die Berechnung kann dennoch nach dieser Methode erfolgen. Aktualisiert werden die Angaben monatlich.

BVI-Methode

Die Wertentwicklung eines Fonds kann mit der BVI-Methode berechnet werden. Die Basis zur Berechnung liefert der Wert der Anteile zum Beginn und zum Ende des Berechnungszeitraums. Hinzukommen alle Ausschüttungen (miteingeschlossen die Körperschaftsguthaben), welche am Tag der Ausschüttung als wiederangelegt gelten. Berücksichtigt werden individuelle steuerliche Faktoren, genauso wie Rücknahmespesen, Depot- und Kontoführungsgebühren. Miteinbezogen werden kann auch der Ausgabeaufschlag. Wie man mit der BVI-Methode arbeitet und wie eine Berechnung dafür aussehen kann, finden Sie hier: https://www.bvi.de/fileadmin/user_upload/Bestellcenter/BVI_12015_Methode_V04_final.pdf

Call

Der Call ist ein gängiger Begriff für eine Option zum Kauf. Ein Call verbrieft das Recht während einer bestimmten Laufzeit zu kaufen, allerdings nicht die Pflicht. Der zu Grunde liegende Basiswert wird in der Kauf-Option zwar festgelegt und der Käufer hat ein Recht zu diesem Preis ein Wertpapier zu erwerben, tatsächlich muss er das Wertpapier allerdings nicht kaufen. Das Gegenteil des Calls ist der Put.

Cash-Quote

Die Cash-Quote gibt den Bargeldanteil im Gesamtvermögen eines Fonds an.

CDAX

Alle deutschen Aktiengesellschaften im General Standard und im Prime Standard müssen im CDAX erfasst werden. Der CDAX ist also ein Aktienindex.

Classic All-Share Index

Alle Unternehmen aus den klassischen Branchen sind im Classic All- Share Index enthalten, sofern diese unterhalb des DAX angesiedelt sind. Das heißt MDAX, SDAX und die klassischen Werte von Unternehmen des weiteren Prime Standards. Der Classic All-Share Index beschränkt sich auf die Werte außerhalb des DAX, damit die Dominanz durch dessen Werte verhindert werden können.

Commodities

Waren und Güter werden in der englischen Sprache als Commodities bezeichnet. Im Wirtschaftsjargon versteht man darunter meistens etwas anderes, nämlich Roh- und Grundstoffe wie Rohöl, Erze und Gold. Die Commodities werden global an der Börse gehandelt. In riesigen, standardisierten Mangen und Qualitäten.

Convertible Fund

Wandelanleihen oder Wandelobligationen werden auch als Convertible Bonds bezeichnet. Convertible funds sind also jene Fonds, welche in diese Convertible Funds (also Wandelanleihen) investieren. Viele Convertible Funds legen auch in Fremdwährung-Wandelanleihen an. Aufgrund von Schwankungen der Wechselkurse besteht die Möglichkeit, zusätzliche Gewinne zu erwirtschaften. Für Anleger besteht hier allerdings auch höheres Verlustrisiko (Währungsrisiko).

Cost-Averaging

Eine langfristig konstante Sparrate eines Investmentfonds kann bewirken, dass bei höheren Kursen weniger und bei niedrigeren Kursen mehr Anteile angekauft werden können. Die Entwicklung des Fondspreises ist dafür maßgebend entscheidend. Der Anleger kann auch auf längere Sicht einen günstigeren durchschnittlichen Einstiegspreis erzielen, als wenn er regelmäßig eine feste Stückzahl von Anteilen in gleichlangen Zeitraum kauft.

Covered Call-Strategie

Das sogenannte Stillhaltergeschäft wird in der Branche auch als die Covered Call-Strategie bezeichnet. Dabei wird eine Aktie als Basiswert erworben und Call-Optionen auf diesen Wert veräußert. Durch das Vereinnahmen der Prämie (für die Option) wird die Rendite erzielt.

Crowdfunding

Schließen sich viele einzelne, meist voneinander unabhängige Personen, zusammen um ein Projekt zu finanzieren („funding“) spricht man von Crowdfunding. Heute bieten besondere Internetplattformen Dienste an, auf denen Personen Projekte finanzieren können. Unterschieden wird hier zwischen Spenden-Crowdfunding, klassischem Crowdfunding, Crowdlending und Crowdinvesting. Beim Crowdinvesting sind die Personen, die finanzierten, auch finanziell am Erfolg des finanzierten Projektes beteiligt. Bei allen anderen Varianten nicht.

Dachfonds

Dieser Fonds investiert in andere Fonds. Also nicht direkt in Aktien, Anleihen oder Immobilien. Der Dachfonds nimmt als Titel also zu Beispiel mehrere Aktienfonds oder Rentenfonds in seine Zusammenstellung auf. Investiert wird also immer in einzelne, ganz bestimmte Investmentfonds, auch Zielfonds genannt. Mit 70 Prozent Mindest-Schwellwert ist der Anteil aller Investitionen in Zielfonds sehr hoch. Abhängig von der aktuellen Marktlage kann dieser Wert allerdings auch schwanken. Beeinflusst vom Anteil der starkschwankenden Single- Assetklassen wird beim Dachfonds in Unterkategorien aufgeteilt: Aktien, Hochzinsanleihen (oder auch Non-Investmentgrade), Unternehmensanleihen und Rohstoffe. Berücksichtigt werden müssen beim Dachfonds auch die Risiken von Hedge- oder Strategiefonds, sollten diese im Fonds aufgenommen worden sein. Themen-Dachfonds, oder Fonds welche schwerpunktmäßig in Hedge- oder Immobilienfonds investieren, weist man ganz eigenen Subkategorien zu.

Dax

Den Leitindex der Deutschen Börse nennt man Dax (Abkürzung für „deutscher Aktienindex“). Er bildet die Entwicklung der 30 wichtigsten Aktiengesellschaften Deutschlands ab. Offiziell gestartet hat der Dax am 1. Juli 1988.

Dax-Werte

Alle Aktien, die im Dax (also dem Leitindex der Deutschen Börse) gelistet werden bezeichnet man als Dax-Werte.

Defined benefit

Sorgt der Mitarbeiter eines Unternehmens für sein Alter vor, bekommt er die Zusage für eine bestimmte Leistung (defined benefit) im Rentenalter (bei einer Betrieblichen Altersvorsorge). Diese Leistungen können vom Unternehmen finanziert werden, weil es Pensionsrückstellungen bildet. Pensions- und Unterstützungskassen oder Direktversicherungen bilden weitere Möglichkeiten dafür. Der Arbeitgeber trägt das Risiko der ausreichenden Finanzierung. Alternativ zum defined benefit gibt es die defined contribution.

Defined contribution

Die jeweilige Zahlung (defined contribution) des Unternehmens an den Arbeitnehmer wird bei dieser Form der Betrieblichen Altersvorsorge in der Ansparphase fixiert. Der Arbeitgeber schützt sich so vor dem wirtschaftlichen Risiko einer festen Pensionszusage (defined benefit). Defined contribution ist dabei, sich weltweit als angewandtes Altersvorsorgemodell durchzusetzen.

Delta

Das Delta ist eine populäre Kennzahl für den Handel mit Optionsscheinen und Optionen. Sie gibt an, welchen Einfluss der Preis des Basiswertes auf den Wert der Option hat. Ein Wert von 0,5 bedeutet, dass der Preis des Derivates um 50 Cent steigt oder um 50 Cent sinkt, sollte der Kurs des Basiswerts um einen Euro größer oder kleiner werden.

Denominierung (Denomination)

Die Denominierung ist eine Bezeichnung für die Währung, in welcher ein Papier ausgegeben oder gehandelt wird. Bei den Fonds bezeichnet man die Denominierung als die Fondswährung.

Depot

Ein Depot dient zur Verwahrung von Wertpapieren, wie Aktien, Anleihen oder Fonds. Es erfüllt außerdem den Zweck einer Art Konto, auf dem die Zu- und Abgänge für den Anleger verbucht werden. Um das Depot kümmert sich eine Depotstelle. In der Regel sind das Depotbanken oder Investmentgesellschaften. Diese Stellen sind unter anderem dafür verantwortlich, dass Geld aus Ausschüttungen oder Verkäufen von Wertpapieren auf dem Girokonto des Anlegers gutgeschrieben werden. Natürlich können diese Erträge auch erneut angelegt werden, man spricht dann von einer Reinvestition. Die Depotstelle schickt dem Anleger regelmäßig eine Abrechnung aller Buchungen und einen Depotauszug. Dafür fallen, abhängig von den Vertragsbedingungen, Depotgebühren an.

Depotbank

Als Depotbank (engl. custodian) bezeichnet man Kreditinstitute, bei denen die Sondervermögen (z. B. Wertpapiere) von Investmentfonds in Wertpapierdepots hinterlegt werden. Zuweilen werden auch allgemein Kreditinstitute in ihrer Funktion als depotführende Stelle als Depotbank bezeichnet.

Depotbankgebühr

Für die Verwaltung bzw. die Kontrolle und Durchführung der Depotbank werden für diese Leistung Kosten fällig, welche direkt aus dem Fondsvermögen an die Depotbank bezahlt werden. Anleger werden also nicht direkt belastet. Die Wertentwicklung des Fonds wird dennoch von den Depotbankgebühren beeinflusst - das kann sich negativ auf die Rentabilität der Anlage auswirken. Depotbankgebühren sind also jene Kosten, welche die Depotbank für die Verwahrung und Verwaltung der Fondsanteile erhebt.

Derivat

Ein Wertpapier, dessen Wertentwicklung von der Wertentwicklung eines anderen Wertpapiers abhängig ist, nenn man Derivat. Die Werte der Basis-Wertpapiere, wie Aktien oder Anleihen, nennt man auch Basiswerte. Die Derivate beziehen sich also auf die Basiswerte. Bekannte Beispiele für Derivate sind Zertifikate, Optionen, Futures oder Swaps.

Devisenabsicherung

Mittels Devisentermingeschäften und Derivaten können Währungsrisiken eines Fonds abgesichert werden.

Differential Return

Der Differential Return ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Fonds- Performance. Mit dem Differential Return lässt sich eine Aussage treffen, ob ein bestimmter Fonds mit Einberechnung der Risiken eine Outperformance gegenüber dem Referenzindex erzielt hat.

Direktbank

Diese Kreditinstitute bieten ihre Finanz- und Anlage-Produkte nur mehr online, also direkt, an. Die Direktbanken beraten Sie als Kunden vorzüglich über E-Mail, Telefon oder Chat. Sie haben die Möglichkeit, Ihre bevorzugte Anlage zum Ausgabepreis zu kaufen. Der Ausgabepreis berücksichtigt den Rücknahmepreis und einen Ausgabeaufschlag. Abhängig von der Kundenfreundlichkeit der Direktbank, gibt es mittlerweile Fonds, bei welchen der Ausgabeaufschlag für den Kunden entfällt. In der Regel gewährt die Direktbank allerdings 50 Prozent Rabatt auf den Aufschlag. Meistens verlangen Direktbanken für die Depotführung keine oder zumindest nur geringe Kosten.

Disagio

Das Abgeld bei einem Wertpapier nennt man Disagio. Unterschreitet der Ausgabepreis des Papiers seinen Nennbetrag, nennt man dieses Differenz Disagio. Auch jene Differenz, die entsteht, wenn der Ausgabepreis unter dem inneren Wert über dem Börsenkurs liegt, nennt man Disagio. Das Gegenteil des Disagio ist das Agio (Aufgeld).

Discount-Strategie

Wird schwerpunktmäßig das Ziel verfolgt, bei leicht fallenden Märkten oder zumindest seitwärts gerichteten Märkten, eine (relativ) konstante Rendite zu erwirtschaften, spricht man von einer Discount-Strategie. Diese Struktur wird vorwiegend in Zertifikaten verbrieft.

Diversifikation

Um das Risiko für den Anleger zu reduzieren, werden Geldanlagen oft auf verschiedene Anlageklassen, wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien gestreut. Diese Streuung nennt man Diversifikation.

Dividende

An den Aktionär, beziehungsweise Anleger, wird in der Regel ein Anteil am Gewinn der Aktiengesellschaft (AG) ausgeschüttet. Diesen Gewinnanteil nennt man Dividende. In der jährlichen Hauptversammlung der Aktiengesellschaft wird die Höhe der Dividende festgelegt.

Dividendenrendite

Auch Aktien werden regelmäßig bewertet. Dafür nutzt man die Dividendenrendite als Kennzahl. Dividieren Sie die Höhe der Dividende durch den aktuellen Aktienkurs, haben Sie die Dividendenrendite berechnet.

Dow Jones Industrial Average

Der Dow Jones Industrial Average ist der älteste noch bestehende Aktienindex der USA und im Speziellen am New York Stock Exchange (NYSE). Er fasst die aktuell 30 größten US-Unternehmen zusammen. In Europa wird dieser Index auch Dow-Jones-Index genannt.

Drawdown

Der maximale Verlust wird als Drawdown bezeichnet. Der Wertverlust bis zur Wiederherstellung des Ursprungswertes wird in einer Prozentzahl dargestellt. In einer bestimmten Periode. Der Maximalverlust wird als Maximal Drawdown abgebildet.

Due Diligence

Übersetzt man Due Diligence ins Deutsche, würde man damit die gebührende Sorgfalt meinen. Man versteht darunter eine Überprüfung der Ertrags- und Geschäftslage und der letzten Jahresabschlüsse des Ausgebers von Wertpapieren. Vertreten wird die Prüfung durch einen Konsortialführer oder Fondsmanager. Zusätzlich überprüfen institutionelle Anleger per quantitativer und qualitativer Fondsanalyse insbesondere Alternative Investments wie zum Beispiel Hedgefonds oder Private Equity-Fonds.

Duration

Übersetzt man das Wort „Dauer“ ins Englische, kommt dabei die „Duration“ raus. In der Finanzwelt beschreibt die Duration, wie lange das Geld eines Rentenfonds oder einer Anleihe durchschnittlich gebunden ist. Die Restlaufzeit einer Anleihe ist in der Regel länger als die Duration, denn der Anleger bekommt schon während der Laufzeit Zinsen. Die Duration bestimmt die Empfindlichkeit von Rentenfonds oder Anleihen auf Zinsänderungen. Je länger die Duration, desto sensibler reagieren die Anlagen.

Durchschnittliche Restlaufzeit

Der durchschnittliche Zeitraum der Anleihen, welche sich im Fondsvermögen befinden, vom Zeitpunkt der Bewertung bis zur frühestmöglichen Rückzahlung, nennt man die durchschnittliche Restlaufzeit.

Effektive Stücke

Wertpapiere, die physikalisch existieren, nennt man effektive Stücke.

Effektivzins

Er zeigt an, wie ein Darlehen tatsächlich verzinst wird. In seine Zusammensetzung fließen verschiedene Kostenbestandteile wie der Sollzins, die Zinsbindungsdauer sowie die Art der Zins- und Tilgungsverrechnung mit ein.

Eigenkapital

Bringt man eigene finanzielle Mittel für eine Investition auf, spricht man vom Eigenkapital. Das Eigenkapital sieht man in der Regel in den Bank- und Bausparguthaben, Wertpapierguthaben oder Grundstückswerten von Personen.

Einmalanlage

Ein Anleger, der einmalig für einen hohen Betrag Anteilscheine kauft, erwirbt eine sogenannte Einmalanlage. Es fällt meistens nicht leicht, dafür den richtigen Anlagezeitpunkt zu wählen. Den Gegensatz zur Einmalanlage bildetet der Sparplan (interessant vor allem bei Fonds).

Emerging Markets

Schwellenländer sind Emerging Markets. Diese Staaten haben den Stand eines Entwicklungslandes hinter sich gelassen und befinden sich auf der Schwelle, eine industrialisierte Volkswirtschaft mit Bedeutung zu werden. Als klassische Beispiele dafür gelten die Türkei, China, Brasilien oder Südkorea. Die Emerging Markets fassen also eine Gruppe von Ländern zusammen, die sich vor allem in Südostasien, Osteuropa oder Lateinamerika befinden. Was diese Länder auszeichnet, sind die Reformen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene, das hohe industrielle Wachstum, eine sinkende aber dennoch vergleichsweise hohe Inflationsrate, eine enorme Außenverschuldung und meistens eine mangelhafte politische Stabilität. In den Emerging Markets kann die Rendite überdurchschnittlich hoch ausfallen. Anleger sollten aber bei Investitionen vorsichtig sein, weil sie mit einem hohen Verlustrisiko rechnen müssen.

Emissionsrendite

Werden festverzinsliche Wertpapiere das erste Mal ausgegeben (Emission), wird ihre Rendite als Emissionsrendite verstanden.

Emittent

Der Emittent gibt ein Wertpapier heraus. Diese können aus verschiedenen Anlageklassen wie zum Beispiel Anleihen oder Zertifikate kommen.

Emittentenrisiko

Verschuldet sich ein Emittent, also der Herausgeber eines Wertpapiers, verschlechtert sich seine Kreditwürdigkeit. Diese Gefahr nennt man Emittentenrisiko. Geht der Emittent pleite, ist die Gefahr extrem hoch. Sie führt in der Regel dazu, dass Zinszahlungen an die Anleger ausfallen. Oder im schlimmsten Fall mit einem Totalverlust des gesamten Anlagekapitals endet.

Equity Fund

Einen Aktienfonds nennt man im Englischen Equity Fund.

Erfolgsgebühren

Sie geben den Fondsgebühren ihren Namen, die davon abhängen, wie gut der Fondsmanager wirtschaftet.

Erneuerungsschein

Bei effektiven Stücken, also physikalisch existierenden Wertpapieren, dient der Erneuerungsschein einen neuen Bogen zu beziehen. Dann, wenn alle Kupons aufgebraucht sein sollten. Siehe auch Kapitel Anteilschein.

Errechneter Wert

Der tagesaktuelle Wert eines Fondsanteils, errechnet durch die Verwahrstelle, ergibt sich aus dem Ausgabe- und Rücknahmepreis. Ermittelt wird dieser aus dem Tageskurs aller Wertpapiere, welche sich im Fonds befinden, Geldbeträge, Forderungen sowie alle sonstigen Rechte abzüglich der sonstigen Verbindlichkeiten und Kredite - dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile.

Erstausgabe

Der Tag, an welchem ein Wertpapier oder Fonds das erste mal verkauft wird, bezeichnet man als Erstausgabe. Der Emittent ermittelt für die Neuemission davor noch einen Preis, welchen man Erstausgabepreis nennt. Das Wertpapier wird bei der Erstausgabe zu diesem Preis an den Anleger verkauft.

Ertragsausgleich

Der Ertragsanteil, bestehend aus Zinsen und Dividenden, welche im Anteilsschein enthalten sind, und täglich errechnet wird.

Ertragsverwendung

Werden Erträge und Dividenden eines Fonds erneut investiert und nicht an die Anleger ausgezahlt, spricht man von einem thesaurierenden Fonds. Beim ausschüttenden Fonds werden die Erträge regelmäßig wiederangelegt oder auf das Anleger-Girokonto überwiesen. Die Ertragsverwendung bestimmt also, was mit Erträgen eines Fonds passiert.

ETC

Ein ETC ist ein Wertpapier, das Anlegern eine Investition in Rohstoffe ermöglicht. Dieses Wertpapier wird an der Börse gehandelt. ETC kürzt Exchange Traded Commodity ab.

ETF

Ein ETF ist ein Indexfonds. Seine Fondsmanager wählen also vorwiegend Titel für den Fonds aus, die den Index eines Fonds so gut wie möglich abbilden. ETC ist die Abkürzung für Exchange Traded Funds.

Ethikfonds

Investiert ein Fonds ausschließlich in Aktien von Unternehmen mit ethisch-moralischen Grundsätzen, spricht man von einem Ethikfonds. Dem entsprechend zählen bei der Titelauswahl der Wertpapiere auch Kriterien, wie das ökologische sowie nachhaltige soziale Handeln. Ein Ethikfonds investiert niemals in Unternehmen, die zum Beispiel Suchtmittel oder Waffen produzieren oder in denen Kinderarbeit eine Rolle spielt. Auch der Raubbau von natürlichen Ressourcen oder die Missachtung von Menschenrechten können hier ein Ausschlusskriterium bei der Titelauswahl eines Ethikfonds sein.

Euribor

Den Zinssatz, zu welchem sich Banken im Euro-Währungsraum untereinander und kurzfristig Geld ausleihen, nennt man Euribor. Veröffentlicht und berechnet wird er für unterschiedliche Laufzeiten. Euribor ist eine Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate.

Euroland

Alle Länder der Europäischen Union (EU), welche der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) angehören, zählt man gesammelt zum Euroland.

Exchange Traded Commodity

Diese börsengehandelte Wertpapiere erlauben Anleger, auf Rohstoffe zu setzen. Abgekürzt heißen diesen Wertpapiere ETCs. Sie sind Schuldverschreibungen und keine Fonds, wie ETFs. Für Anleger bedeutet das ein gewisses Risiko, weil ihr Sondervermögen bei einer Insolvenz des Emittenten nicht geschützt ist.

Exchange Traded Funds

Der börsengehandelte Fonds bildet den Index bestmöglich ab. Die Anforderungen an den Börsenhandel sind beim Exchange Traded Funds (abgekürzt ETF), verglichen mit anderen Fonds, sehr hoch. Es müssen ein oder mehrere Market Maker eingestellt werden, die für bestimmte Ordergrößen an der Börse verbindliche An- und Verkaufskurse sorgen. Diese Gewährleistung ist dafür verantwortlich, die ETFs so exakt wie möglich zu bewerten, damit diese an der Börse annähernd präzise gehandelt werden können.

Express-Strategie

Der Investor erhält bei dieser Strategie eine davor fixierte Rückzahlung, sollte sich der Wert eines Basiswerts (also einer Aktie oder eines Indizes) an einem besonderen Beobachtungstermin oder über einer bestimmten Tilgungsschwelle (Niveau) befinden.

Federal Reserve Bank

Die US-amerikanische Notenbank nennt man auch Federal Reserve Bank. 1913 wurde sie mit dem Ziel gegründet, ein sicheres, stabiles sowie flexibles Geld- und Finanzsystem für die USA zu kreieren. Die Geld- und Währungspolitik wird dort von der FED bestimmt. Sie beobachtet Bankinstitute, schützt die Verbraucherrechte, und soll ein stabiles Funktionieren des Finanzsystems garantieren. Zudem steht sie der Regierung bei Finanzoperationen zur Seite. Die zwölf regionalen Federal Reserve-Banken zählen zum Kern der US-Notenbank. Organisiert ist die FED wie folgt: Board of Governors of the Federal Reserve System, Federal Open Market Committee (FOMC, Offenmarktausschuss), Board of Directors und Federal Reserve Banks (die regionalen Federal Reserve-Banken). Sämtliche Entscheidungen, die von der FED ausgehen, insbesondere über die Geldmarktzinspolitik, beeinflussen die internationalen Finanzmärkte stark.

Feri Rating

Gehört ein Aktien- und Rentenfonds zu einer Vergleichsgruppe (mit mindestens 20 Konkurrenzprodukten) wird er von Fern Trust bewertet. Der Fonds muss mindestens fünf Jahre am Markt sein. Die Endnote wird zu 70 Prozent von der Wertentwicklung sowie zu 30 Prozent von Risikokriterien beeinflusst. Wird ein Fonds mit A bewertet bedeutet das ein sehr gutes Rating. Das heißt: Die Werte des Fonds haben sich über einen Zeitraum von fünf Jahren stabil entwickelt. Bei einem geringerem Risiko und besser als andere Fonds derselben Kategorie.

Festverzinsliche Wertpapiere

Diese Wertpapiere werden zu einem fixen Satz und immer gleichbleibend verzinst (Nominalverzinsung). Der Anleger gibt dem Emittenten ein bestimmtes Kapital, das der Emittent über eine festgelegte Zeitspanne einbehält. Der Anleger bekommt das Kapital am Ende der Laufzeit wieder zurück. Im Normalfall zumindest. Zu den festverzinslichen Wertpapieren zählen Anleihen, Bundesschatzscheine, Depotzertifikate, Commercial Paters, Pfandbriefe und Kommunalbriefe. Sofern die Wertpapiere regelmäßig einen festgelegten Ertrag abwerfen. Einen Fonds, der vorwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investiert, nennt man Rentenfonds.

Festzins

Es ist der Zins, der für eine gesamte Laufzeit oder einen bestimmten Zeitraum (Zinsbindungsfrist) Ihres Darlehensvertrags festgehalten wird. Beträgt die Zinsbindungsfrist mehr als zehn Jahre, können Sie als Darlehensnehmer trotzdem nach dem Ablauf von zehn Jahren kündigen. Die Kündigungsfrist von sechs Monaten muss jedoch eingehalten werden.

FFO

Um die operative Geschäftsentwicklung zu beurteilen, sind "Funds From Operations" (FFO) in der Immobilienbranche eine wichtige Ergebnisgröße. Die Kennziffer setzt sich zusammen aus dem Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern und den Gewinnen aus Verkäufen und Entwicklungsprojekten. Die Zahl zeigt, wie viel Cash Flow im operativen Geschäft erwirtschaftet wird, um sich beispielsweise an Dividendenausschüttungen oder künftigen Unternehmensinvestitionen orientieren zu können.

Financial Engineering

Das Financial Engineering ist die Konzeption und Umsetzung von Problemlösungsansätzen für Finanzen. Hierfür werden innovative Finanzprodukte eingesetzt. Insbesondere findet das Financial Engineering bei Derivaten und strukturierten Produkten Anwendung. Auch die Erarbeitung von Finanzierungsgesamtkonzepten für Unternehmen und Privatanleger zählt zu den Aufgaben des Financial Engineerings.

Finanzierungskosten

Nehmen Sie Fremdkapital auf, entstehen dafür meistens Kosten. Diese Kosten nennt man Finanzierungskosten, welche vor allem Ihre laufenden Schuldzinsen sowie die Kreditnebenkosten umfassen.

Fintech

Die Entwicklung der modernen, vorwiegend digitalen, Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen fasst man im Begriff Fintech zusammen. Fintech kürzt das Wort „Finanztechnologie“ ab.

Floaters

Die Floaters, oder auch Floating Rate Notes (FRN), sind variable verzinsliche Anleihen. Die Laufzeit beträgt in der Regel fünf bis zehn Jahre. Der Zinssatz orientiert sich meist quartals- oder halbjährlich an der Basis eines kurzfristigen Referenzzinssatzes wie dem LIBOR oder EURIBOR.

Fonds (Investmentfonds)

Das Sondervermögen, das von der Investmentgesellschaft beziehungsweise Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG), in Wertpapiere oder Immobilen angelegt wird, nennt man Investmentfonds. Verwahrt wird der Investmentfonds bei der Depotbank. Ein gutes Fondsmanagement ist stets darauf bedacht, Risiken optimal zu streuen und verfolgt immer die Anlagegrundsätze und Anlageziele, um die richtigen Titel für das Portfolio auszuwählen. Erreicht werden soll dadurch ein maximaler Ertrag bei entsprechendem Risiko. Siehe Kapitel „Fonds“.

Fondsanteil

Fondsanteile werden auch als Investmentanteile bezeichnet. In Fondsanteilen wird das Eigentumsrecht an einem Vermögen eines Investmentfonds verbrieft. Der Wert eines Fondsanteils wird errechnet, indem der Nettowert des Fondsvermögens durch die umlaufenden Anteile dividiert wird. Dieser Wert wird in der Regel börsentäglich ermittelt und auch veröffentlicht. Fondsanteile können jederzeit zum ausgewiesenen Rücknahmepreis verkauft werden.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Der in der Versicherungsprämie enthaltene Sparanteil wird bei der fondsgebundenen Lebensversicherung in einen oder in mehrere Fonds investiert.

Fondsgeschäftsjahr

Ein Fondsgeschäftsjahr ist nicht an das Kalenderjahr oder das Geschäftsjahr der Fondsgesellschaft gebunden.

Fondsgesellschaft

Der richtige, offizielle Begriff für eine Fondsgesellschaft wäre eigentlich Kapitalverwaltungsgesellschaft. Früher nutzte man auch das Wort Kapitalanlagegesellschaft.

Fondsgröße

Die Fondsgröße misst sich am Gesamtvermögen eines Investmentfons.

Fondskategorie

Unterschieden werden können Fonds unter anderem in deren Fondskategorie. Fondskategorien sind zum Beispiel: Aktienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds und Mischfonds.

Fondslandschaft

Die Gesamtheit aller Fonds in einem exakt abgesteckten Markt oder einem Marktsegment nennt man Fondslandschaft.

Fondsmanager

Verwaltet wird das Fondsvermögen, das durch das Geld der Anleger entsteht, von einem oder mehreren Fondsmanagern. Der Fondsmanager entscheidet außerdem, welche Wertpapiere gekauft und verkauft werden sollen. Zur Seite steht ihm ein Team mit Analysten.

Fondsmanager-Risiko

Wird die Marktentwicklung vom Fondsmanager fehleingeschätzt, kann die Performance eines Fonds sehr negativ beeinflusst werden. Das Risiko, dass es Einbußungen bei der Performance durch diese Person gibt, nennt man Fondsmanager-Risiko.

Fondspicking

Eine besondere Art der Vermögensverwaltung ist das Fondspicking. Der Vermögensverwalter investiert dabei nicht in Wertpapiere oder Immobilien sondern in Investmentfonds. Bei Dachfonds hat das Fondspicking eine hohe Priorität.

Fondsranking/Fondsrating

Es gibt verschiedene Einrichtungen unter anderem aus dem Finanz- und Medienbereich, die in regelmäßigen Abständen eine recht umfassende Anzahl an Investmentfonds bewerten. Die Ergebnisse vermarktet man als Fondsranking oder Fondsrating. Das Fondsranking reiht die vergleichbare Fonds einer Fondslandschaft. Die Basis zur Bewertung liefert die Performance, das Risiko oder andere Kennzahlen aus vergangenen Perioden. Betrachtet man ausschließlich die Wertentwicklung des Fonds, spricht man vom Performance-Ranking. Bei einem umfassenden Fondsranking wird allerdings nicht nur auf Kennzahlen zurückgegriffen und diese analysiert, sondern man nutzt auch klassische Bewertungskriterien einer qualitativen Fondsanalyse wie zum Beispiel den bisherigen Erfolg eines Fondsmanagers, die Struktur aller Kosten sowie den gesamtheitlichen Erfolg aller Fonds der Fondsgesellschaft (beziehungsweise Kapitalverwaltungsgesellschaft). Die renommiertesten Ratingagenturen sind Standard & Poor’s, Lipper, Fonds Consult und Feri Trust. Weil das Rating manchmal unübersichtlich sein kann und Begriffe gerne verwechselt werden, sollten Anleger die Position des Bewertenden miteinbeziehen. Auch die Kriterien beziehungsweise Methoden, welche das Ergebnis der Bewertung, verursacht haben, sollen vom Anleger beachtet werden.

Fondsshop

Eine bankenunabhängige Beratung für Investments erhalten Anleger mittlerweile von speziellen Fondsshops. Sie vertreiben Investmentprodukte verschiedener Investmentgesellschaften und bieten den Kunden oftmals günstige Konditionen für die Abwicklung des Fondsgeschäfts an.

Fondsstrategie

Der Fondsmanager eines aktiv gemanagten Fonds verfolgt eine festgelegte Strategie, die Fondsstrategie. Diese gibt vor, wie das Fondsvermögen verwaltet werden soll.

Fondstausch/-wechsel

Unter einem Fondstausch versteht man eine Transaktion, bei der mit den Verkaufserlösen aus der Veräußerung von Fondsanteilen wiederum Fondsanteile eines anderen Fonds gekauft werden.

Fondsuniversum

Die Gesamtheit aller existierenden Investmentfonds nennt man Fondsuniversum.

Fondsvermittler

Neben den üblichen Fonds-Anbietern, wie Filialbanken oder Direktbanken, können Sie Ihre Anlage auch bei freien Fondsvermittlern erwerben. Diese überzeugen meist mit wirklich kundenfreundlichen Lösungen. Provisionen bleiben Ihnen erspart. Die freien Fondsvermittler finanzieren sich ausschließlich über Bestandsprovisionen der Fondsgesellschaften selbst. Abgerechnet wird also mit den Fondsgesellschaften, nicht mit Ihnen als Anleger. Manche Vermittler geben dem Anleger auch einen Teil der Bestandsprovision als sogenannte Kickbackzahlung zurück. Anleger nutzen außerdem den Vorteil, keinen Ausgabeaufschlag (100 % Rabatt auf die Kaufgebühren) zahlen zu müssen. Die freien Fondsvermittler (bekannt auch unter Fondsshops oder Fondsdiscount) unterstützen den Anleger dabei, die optimale Anlage zu finden und bilden eine Schnittstelle zur Depotbank, welche die Anlage später verwahrt. Nach der Depoteröffnung über den Vermittler wickelt der Anleger sämtliche Transaktionen direkt mit der Depotbank ab. Das sorgt für Sicherheit aber gleichzeitig für Flexibilität.

Fondsvermögen

Die Summe aller Vermögensgegenstände und Forderungen, die einem Fonds gehören, nennt man Fondsvermögen. Beachtet werden muss allerdings noch der Abzug von Verbindlichkeiten.

Fondsvertrieb

Fonds werden nicht nur von Banken sondern auch von freien Fondsvermittlern, Fondsplattformen, Vermögensberater und Versicherungsunternehmen vertrieben.

Fondswährung

Jene Währung, in welcher ein Fonds notiert, nennt man Fondswährung.

Forward Pricing

Das Forward Pricing stellt eine Methode zur Preisfeststellung beim Kauf und/oder Verkauf von Investmentfondsanteilen dar. Börsen- und Devisenkurse vom nächsten bzw. übernächsten Handelstag liegen dem Forward Pricing dabei als Basis zur Grunde. In der Praxis werden bei der Zeichnung von Fondsanteilen, die Zeichnungsanträge, welche bei der Verwaltungsgesellschaft oder einer Vertriebsstelle, bis zum Beispiel 12 Uhr, eingehen, zum Ausgabepreis des folgenden Bewertungstages abgerechnet. Gehen die Anträge danach ein, ist der ermittelte Ausgabepreis des übernächsten Bewertungstages zur Abrechnung gültig. Dieses Vorgehen soll verhindern, dass die Marktteilnehmer aufgrund der Preisunterschiede, welche sich durch die verschiedenen Börsenhandelszeiten ergeben, Vorteile daraus ziehen. Diese Vorteile können dem Fondsvermögen schaden und somit langfristig investierende Anleger zu Lasten fallen.

Forwarddarlehen

Wird bereits bis zu fünf Jahre vor Ablauf der Zinsbindung ein neues Darlehen aufgenommen, hat man es mit einer besonderen Form der Anschlussfinanzierung zu tun: Das Forwarddarlehen („forward“ bedeutet „vorwärts“ in englisch). Berechnet werden Zinsaufschläge von den Banken, die von der Länge der Zinsbindung abhängen. Je länger die Zinsbindung, desto höher fallen die Aufschläge aus.

Freistellungsauftrag

Sie haben als Anleger die Möglichkeit, der Investmentgesellschaft oder der Bank, einen sogenannten Freistellungsauftrag zu erteilen. Bis zu einer gewissen Summe, 801 Euro bei Singles und 1602 Euro bei Ehepaaren, fallen dann für Sie keine Steuern für die jährlichen Erträge an. Die Erträge umfassen Zinsen, Dividenden sowie realisierte Wertsteigerungen bei Wertpapieren. Sie können den Betrag auf mehrere Banken verteilen.

FTSE

Der Financial Times Stock Exchange (abgekürzt FTSE) ist in London notiert und enthält die britischen Blue-Chip-Werte. Unterteilt wird die FTSE-Indexfamilie in den FTSE 100, FTSE 250 sowie der FTSE 350 in dem beide Indizes enthalten sind.

Fund Research

Der englische Begriff für die Fondsanalyse ist Fund Research. Mittels eines Verfahrens in zwei Stufen, versucht die quantitative und qualitative Fondsanalyse anhand historischer Daten eine Prognose über die zukünftige Wertentwicklung zu schaffen. Im Fokus steht dabei die Zusammensetzung des Fonds, der Managementstil, die Performance und andere Kennzahlen. Mittels der Fondsanalyse wird eine Beurteilung sowie eine bessere Vergleichbarkeit des Fonds mit den Konkurrenzprodukten möglich gemacht. Die Fondsanalyse garantiert jedoch nicht, ob Erfolgskriterien in der Zukunft fortgeschrieben werden.

Fundamentalanalyse

Die Fundamentalanalyse betrachtet die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen eines Unternehmens. Diese Kennzahlen können sein: der Gewinn, die Marktaussichten, Auftragslage. Das Gegenteil der Fundamentalanalyse ist die Chartanalyse.

Funds From Operations

Um die operative Geschäftsentwicklung zu beurteilen, sind "Funds From Operations" (FFO) in der Immobilienbranche eine wichtige Ergebnisgröße. Die Kennziffer setzt sich zusammen aus dem Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern und den Gewinnen aus Verkäufen und Entwicklungsprojekten. Die Zahl zeigt, wie viel Cash Flow im operativen Geschäft erwirtschaftet wird, um sich beispielsweise an Dividendenausschüttungen oder künftigen Unternehmensinvestitionen orientieren zu können.

Futures

Standardisierte Terminverträge, die an der Börse gehandelt werden, bezeichnet man in der Finanzsprache als Futures. Ein Future bezieht sich immer auf einen Basiswert. Unternehmen können sich über ein Future gegen mögliche Preis- oder Wechselkursänderungen absichern. Häufig wird von Finanzinvestoren auch auf fallende oder steigende Kurse spekuliert.

FWW FundStars

Die FWW FundStars nehmen die Risiko-adjustierte Performance (RAP) als Basis. Diese Kennzahl ist zweidimensional und errechnet sich aus der erzielten Wertentwicklung und dem eingegangenen Risiko (Volatilität) der vergangenen drei bis fünf Jahre. Die besten 20 Prozent der Fonds eines Sektors erhalten fünf Sterne, die Fonds, welche im letzten Fünftel angesiedelt sind einen Stern. Anmerkung: FWW FundStars beziehen sich ausschließlich auf Vergangenheitsdaten. Die zukünftige Wertentwicklung eines Fonds kann noch nicht prognostiziert werden. Mehr Informationen auf: http://fww.de/disclaimer/.

Garantiefonds

Garantiefonds zielen auf den Kapitalerhalt zum Laufzeitende eines Fonds und die erfolgreiche Erwirtschaftung von Erträgen ab. Das eingesetzte Kapital wird dafür (zum Teil) abgesichert. Die Absicherung wird meist zu im Vorfeld festgelegten Zeitpunkten durchgeführt. Es gibt zudem Produkte, mit welchen man einen feststehenden oder dynamischen Rückkaufswert anstrebt. Ein Garantiefonds schließt nur jene Sondervermögen ein, welche die Garantie und Wertsicherung explizit festschreiben.

GARP

Der englische Begriff Growth at a Reasonable Price (GARP) bezeichnet den Preis beim Kauf von Aktien, die ein überdurchschnittlich hohes Wachstumspotenzial aufweisen.

Geldkurs

Der Geldkurs ist jener Preis, zu welchem ein Käufer bereit ist, ein bestimmtes Wertpapier zu kaufen. Der Geldkurs ist niedriger als der Briefkurs - gerade die Händler können an der Geldbriefspanne (auch als Spread oder Spanne bezeichnet) verdienen.

Geldmarktfonds

Bei Geldmarktfonds investiert das aktive Fondsmanagement vorwiegend in kurzfristige Geldmarktinstrumente. Klassische Beispiele dafür sind unverzinsliche Schatzanweisungen, Einlagezertifikate von Kreditinstituten (Certificate of Deposit) und ähnliche Geldmarktinstrumente, deren Laufzeit maximal 397 beträgt (wird im Kapitalanlagegesetzbuch KAGB vorgegeben).

Geldmarktnahe Fonds

Das Anlagevermögen wird bei geldmarktnahen Fonds vor allem in fest und variabel verzinsliche Rentenpapiere mit kurzen Restlaufzeiten (0 bis 3 Jahre) investiert. Zudem werden Geldmarktpapiere wie Schatzanweisungen, Schatzwechsel, Einlagen-Zertifikate von Kreditinstituten sowie unverzinsliche Schatzwechsel und vergleichbare Papiere der OECD-Staaten in den Fonds aufgenommen. Die geldmarktnahen Fonds eignen sich für kurz-, und mittelfristige Anlagehorizonte. Anleger können hier bei maximaler Sicherheit, möglichst unabhängig von Zinsschwankungen, mit einer höhere Rendite als beim Sparbuch rechnen. In Zeiten rückläufiger Aktienkurse (auch Baisse), werden sie oft zum kurzfristigen Parken der Gelder genutzt.

Geldmarktzinssatz

Der Zinssatz, die ein Anleger für Guthaben von Bargeld und kurzfristig gebundene Gelder (unter einem Jahr Laufzeit) erhält, nennt man Geldmarktzinssatz. Bestimmt wird dieser durch den jeweiligen Leitzins. Der Leitzins wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) oder der Federal Reserve (FED) bestimmt. Der Geldmarktzins wird außerdem von der Laufzeit und den wichtigen Gesetzmäßigkeiten des Marktes wie Angebot und Nachfrage bestimmt.

Gemischte Fonds

Die Anlagestrategie von Mischfonds sieht vor, dass vorwiegend in Fonds oder Einzeltitel mit mindestens zwei Assetklassen investiert wird. Maßgebend für die Kategorisierung ist der Anteil an Assetklassen, welche stark schwanken können. Aussehen könnte ein Mischfonds so: Der Fondsmanager legt in Aktien, Hochzinsanleihen (Non-Investment Grade), Derivate und Unternehmensanleihen an.

Genussrechte

Ein Genussrecht ist im Gegenzug zum Genussschein (häufig von Banken herausgegeben) nicht als Wertpapier verbrieft. Es ist vielmehr ein nicht gesicherter Kredit. Gläubiger sind Sie als Anleger, deshalb haben Sie das Recht auf einen Anteil am Gewinn oder Verlust des Genussrechts. Das Mitbestimmungsrecht, das ein Gesellschafter eines Unternehmens hat, entfällt jedoch.

Genussschein

Der Genussschein ist eine Wertpapierart, welche Unternehmen ausgeben. Angesiedelt ist der Genussschein zwischen Aktien und Renten. Der Emittent kann bestimmen, wie ein Genussschein ausgestaltet ist. Entweder rententypisch oder aktientypisch. In der Regel sind Genussscheine rententypisch aufgebaut. Eine feste Ausschüttung, in Form von Geld- oder Sachleistungen, erfolgt hier grundsätzlich, ist allerdings von der Höhe des Unternehmensgewinns abhängig. Der Genussscheininhaber wird im Konkursfall nach den Anleihengläubigern aber immer vor den Aktienhaltern entschädigt.

Gesamtkostenquote

Laut seiner Definition (Quelle BVI) beinhaltet die Gesamtkostenquote (TER) die Summe aller Kosten und Gebühren eines Fonds, ausgedrückt in einem Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvolumens. Die Quote bezieht sich auf ein Geschäftsjahr. Alle Kostenpositionen, welche das Fondsvermögen belasten (mit Ausnahme der Transaktionskosten), werden mittels der TER dargestellt. Erfasst werden alle ausgewiesenen Aufwände, die in der Aufwands- und Ertragsrechnung berücksichtigt wurden. Inklusive jene Aufwänden, die Dritten zufließen.

Geschäftsjahr

Die KVG muss am Schluss eines bestimmten Zeitraum für das jeweilige Sondervermögen (Investmentfonds) eine Bilanz erstellen. Diesen Zeitraum nennt man Geschäftsjahr. In Form eines Jahresberichts muss die Bilanz dem Anleger zur Verfügung gestellt werden. Es besteht eine feste gesetzliche Verpflichtung für die Gesellschaft diesen Bericht zu erstellen.

Geschlossene Immobilienfonds

Juristisch organisiert ist dieser Fonds als Personengesellschaft. Legt ein Anleger Kapital an, wird er automatisch zum Gesellschafter. Wirksam mit der Erbringung einer Bareinlage. Die Bareinlagen aller Anleger zusammen ergeben jene Summe, welche das Fondseigenkapital bilden. Ergänzt werden kann dieses bei Bedarf durch weiteres Fremdkapital. Dieses kann für den Erwerb, der im Gesellschaftszweck bestimmten Immobilien, von Nöten sein. Bei einem Geschlossenen Fonds ist die Anzahl der Gesellschafter begrenzt.

Geschlossener Fonds

Dieser Fonds wird nicht an der Börse gehandelt. Er stellt eine unternehmerische Beteiligung dar. Sie als Anleger sind also Mitunternehmer (Kommanditist) und tragen alle Risiken aber auch Chancen des Fonds mit. Wird eine bestimmte Anzahl an Anlegern, die bei der Auflage des Fonds festgelegt wurde, erreicht, schließt der Fonds. Neue Anleger, also Mitunternehmer, werden anschließend nicht mehr aufgenommen. Als Investitionsgüter für geschlossene Fonds haben sich vor allem Immobilien oder Schiffe (Schiffsfonds), Flugzeuge oder Energieanlagen bewährt. Ein Verkauf Ihrer Anleger-Beteiligung ist während der Beteiligungsdauer in der Regel nicht möglich. Diese Dauer beträgt meisten mindestens sieben Jahre.

Gewichtung

Eine Gewichtung zeigt die prozentuelle Verteilung von Wertpapieren, Märkten und Wertpapierkategorien innerhalb eines Fonds auf. Betont man ein Segment stärker oder schwächer, als das vergleichbare Segment, welches in einem bestimmten Index abgebildet ist, spricht man von einer Übergewichtung oder Untergewichtung.

Gewinnwachstum

Für Unternehmen bildet das Wachstum des Gewinns (Gewinnwachstum) ein entscheidendes Kriterium zur Beurteilung, wieviel Rendite durch eine (im Fonds vorkommende) Aktie erwirtschaftet werden könnte. Vor allem Growth Funds richten sich auf ein langfristiges Wachstumspotenzial des Investments aus.

Groth-Funds

Jene Fonds, welche ausschließlich Aktien von Unternehmen aufnehmen, die eine besondere Wachstumsdynamik erwarten lassen, nennt man Growth-Funds.

Growth-Ansatz

Dieser Ansatz ist darauf ausgerichtet, dass der Fondsmanager oder Aktienanleger sich für Investitionen entscheidet, die eine besondere Wachstumsdynamik erwarten lassen. Im Fokus hat der Manager also vor allem Wachstumswerte.

Grundbuch

Alle Grundstücke stehen in einem öffentlichen Register, das man als Grundbuch bezeichnet. Dieses wird vom zuständigen Amtsgericht (Grundbuchamt) geführt. In Baden-Württemberg führt ein jeweiliger Notar das Grundbuch.

Grundschuld

Ein Immobiliendarlehen ist im Normalfall durch eine Grundschuld gesichert. Eingetragen wird diese Sicherung in der III. Abteilung des Grundbuchs. Nimmt der Darlehensnehmer seine Zahlungspflichten nicht wahr, kann das Grundstück durch den Darlehensgeber zwangsversteigert werden.

Halbjahresbericht

Der Zwischenbericht hat seinen Stichtag zur Hälfte des Geschäftsjahres. Er informiert Anleger über den Geschäftsverlauf und nimmt die Entwicklung von Fonds auf, deren Gewinn- und Verlustrechnung, die Vermögensaufteilung. Das geschieht immer zum Ende des Halbjahres.

Handelsspanne

Bezeichnet man in der Finanzsprache auch als Spread. Die Handelsspanne gibt den Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs an.

Hard-Close

Die Annahme von Geldern für den Fonds, betrifft es neue als auch bestehende Anleger, wird bei der Maßnahme des Hard-Close komplett eingestellt.

HDAX

Aus den 110 Werten des DAX, TecDAX, MDAX wird ein neues Indexportfolio - der HDAX - gebildet. Er stellt den Nachfolgeindex des DAX 100 dar.

Hebel

Steigt oder fällt eine Geldanlage stärker als ihr Basiswert, spricht man von einer gehebelten Geldanlage. Der Hebel zeigt, um wie viel mehr der Kauf eines Underlyings gegenüber dem Kauf über die Option (beim Call) kostet. Bereinigt um das Bezugsverhältnis. Im Sprachgebrauch falsch eingesetzt, stellt man das Wort Hebel der Kennzahl Omega gleich. Das Omega erhält man allerdings erst, wenn man den Hebel mit der Kennzahl Delta multipliziert.

Hebel oder gehebelt

Steigt oder fällt eine Geldanlage stärker als ihr Basiswert, spricht man von einer gehebelten Geldanlage.

Hebelzertifikat

Ein Hebelzertifikat erlaubt es Ihnen als Anleger, überproportional an der Kursentwicklung eines Basiswerts teilzunehmen. Ein Hebel kann in zwei Richtungen tendieren. In höhere Gewinne oder höhere Verluste. Eine gehebelte Geldanlage kann für Sie dadurch riskanter sein, als eine nicht gehebelte.

Hedged

Wird ein Fonds mit dem Namenszusatz „hedged“ versehen, soll das eine Absicherung für den Anleger darstellen. Meistens betrifft das Fonds mit Währungsabsicherungen. Kauft ein Fonds zum Beispiel US-Anleihen, bei dem das Dollar-Risiko allerdings in Euro „gehedged“ ist, besteht für den Anleger eine höhere Sicherheit gegen Währungsverlusten. Der Namenszusatz des Fonds wäre dann „Euro hedged“.

Hedgefonds

Hedge bedeutet im Deutschen „absichern“. Die meisten Hedgefonds nutzen aber keine Absicherungen mehr, die diesem Fondstypus eigentlich den Namen gegeben haben. Viele Hedgefonds sind mit hohen Risiken für Anleger verbunden. Sie nutzen große Hebel, können nicht täglich gehandelt werden, arbeiten mit der Strategie von Leerverkäufen oder dürfen in Rohstoffe, Immobilien und nicht börsennotierte Unternehmen investieren. Vom Investmentfonds unterscheiden sich Hedgefonds dadurch stark. Hedgefonds gelten als eigene Anlageklasse.

Hedgefondsprodukte/Rechtsformen

Die FWW GmbH nutzt zur Produktklassifizierung die Rechtsform eines Fonds als eines von vier Hauptkriterien (bezogen auf den deutschen Markt). In der Datenbank www.hedgefondsweb.de wird dieses Kriterium berücksichtigt. Bei den Rechtsformen der Hedgefonds kann man zwischen Beteiligungen, Investmentfonds, Inhaberschuldverschreibungen und Managed Account unterscheiden. Es kann sein, dass noch nicht jede theoretisch mögliche Rechtsform durch Hedgefondsprodukte (im weiteren Sinne auch der Hedgefonds selbst) abgedeckt wird.

Hedging

Wertpapiere, welche sich im Portfolio befinden, werden beim Hedging durch Gegengeschäfte, abgesichert. Das funktioniert prinzipiell so: Fallen die Aktienkurse, finden sogenannte Leerverkäufe von Aktien (Short-Positionen) statt. Diese Aktien wurden jedoch nur beim Broker ausgeliehen. Wenn die Aktienkurse niedriger sind, kauft man diese zurück. Das bedeutet: Der Fondsmanager setzt bewusst auf sinkende Kurse und erzielt durch eine Beimischung von Long-Positionen innerhalb seines Investmentfonds eine möglichstgute Absicherung. Das Risiko wird so also minimiert.

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten fassen alle Aufwendungen zusammen, die für die Fertigstellung eines Gebäudes erforderlich sind. Wir sprechen also insbesondere von den typischen Bau- und Baunebenkosten.

High Grade Bonds

Die High Grade Bonds sind Anleihen von Schuldnern mit bester beziehungsweise erstklassiger Bonität. Das Gegenteil dazu wären die High Field Bonds.

High-Watermark-Prinzip

Die Performance Fee wird erst dann erhoben beziehungsweise fällig, wenn der Fonds eine vorher festgelegte Mindestrendite erwirtschaftet hat.

High-Yield-Fonds

Das englische Wort für Ertrag ist „Yield“. High Field bedeutet also hohe Erträge. Rentenfonds, die in Hochzinsanleihen investieren, sind High-Yield-Fonds. Die Chancen auf hohe Renditen sind entsprechend groß. Damit verbunden aber auch die Risiken für Sie als Anleger.

Historische Performance

Betrachtet man die Wertentwicklung eins Fonds innerhalb einen bestimmten zurückliegenden Zeitraum, sagt man zu dieser Wertentwicklung auch Historische Performance.

Hochzinsanleihe

Ist die Bonität des Herausgebers schlecht, bietet er häufig Hochzinsanleihen an. Die Ertragsmöglichkeiten sind groß, das Risiko allerdings auch. Hochzinsanleihen kommen vor allem in High-Yield-Fonds vor.

Holding Period

Die Holding Period, ist jene Zeitdauer, welche anzeigt, wie lange eine Kapitalanlage (also zum Beispiel ein Fonds) vom Anleger gehalten wird. Man nimmt also die Zeit zwischen dem Kauf- und den Verkaufsdatum.

Hot Issues

Diese Klassifizierung geht von der US Securities and Exchange Commission (SEC) aus. Sie klassifiziert Wertpapiere, welchen an ihrem ersten Handelstag über dem Emissionspreis handelbar sind.

Hurdle-Rate

Die Hudle-Rate ist eine Hürde, die bewältigt werden muss, bevor das Management eines Fonds ihre Gewinnbeteiligung erhält.

Immobilienfonds

Dieser Fonds investiert vorwiegend in Immobilien, die einen hohen Wertzuwachs versprechen. Man nennt den Fonds auch den offenen Immobilienfonds. Das Kapital wird bei diesem Typus Fonds also in Gebäude und Grundstücke angelegt. Sie zielen auf eine hohe Wertsteigerung ab, durch die Einnahme von Mieterträgen. Bewertet wird das Fondsvermögen von Sachverständigern beziehungsweise einem Sachverständigernausschuss, der immer unabhängig ist.

Income-Funds

Bei diesem Investmentfonds wird darauf abgezielt, dauerhaft Erträge in Form von Kupon- oder Dividendenzahlungen von Anleihen oder Aktien einzunehmen. Ein hohes Gewinnwachstum spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Besonders konservativ orientierte Anleger, welche sich vor volatilen Aktienmärkten schützen wollen, profitieren von den Income-Funds.

Index

Ein Index bildet die Entwicklung bestimmter Werte zusammengefasst ab. Ausgewählt werden dafür die repräsentativsten Basiswerte eines bestimmten Bereichs in einem bestimmten Zeitraum. Der Index hat sich als eine Form von Marktbarometer etabliert. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist ein populärer Index und zugleich Barometer für den deutschen Aktienmarkt.

Index-Zertifikate

Dieses Zertifikat ist eine Schuldverschreibung. Die Wertentwicklung des Indexzertifikats hängt von der Entwicklung eines Index ab. Das Indexzertifikat ist kein Sondervermögen, wie der ETF. Anleger müssen also mit einem Emittentenrisiko rechnen. Geht der Herausgeber des Indexzertifikats pleite, können Sie als Anleger Ihr komplettes Anlagekapital verlieren. Indexzertifikate sind börsennotiert. Sie bieten dem Anleger die Möglichkeit, an der Wertentwicklung eines bestimmten Index teilzunehmen. Der Anleger muss die Aktien, welche im Index enthalten sind, selbst nicht besitzen. Indexzertifikate können sowohl auf internationale, als auch auf europäische oder nationale Indizes ausgerichtet sein. Ein bestimmter Index wird exakt abgebildet, seine Veränderungen stets automatisch berücksichtigt. Mit dem Erwerb eines Indexzertifikats hat der Anleger auch einen Anspruch auf Zahlung eines Geldbetrages, der abhängig vom dem ihm zu Grunde liegenden Index ist. Die Laufzeit von Indexzertifikaten ist im Regelfall begrenzt. Allerdings gibt es auch Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit. Die Verwaltungsgebühren und Ausgabeaufschläge werden normalerweise nicht berechnet. Es sind keine Zins- und Kuponzahlungen vorgesehen. Bei Indexzertifikaten, die sich an Performance Indizes orientieren, sind in der Wertentwicklung des Zertifikats neben dem Kursgewinnen auch Dividenden inkludiert.

Indexfonds

Bildet ein Fonds vorzüglich einen Index ab, spricht man von einem Indexfonds. Die aktiven Entscheidungen eines Fondsmanagers werden überflüssig, deshalb spricht man auch vom passiv gemanagten Fonds. Ein anerkannter Indexfonds ist der ETF (ein börsengehandelter Indexfonds). Zu beachten ist, dass allerdings nicht alle ETFs unbedingt Indexfonds sind. In den meisten Fällen verwendet man die beiden Begriffe aber synonym. In den 1970er Jahren wurde zum ersten Mal ein Indexfonds aufgesetzt (in den USA). Sie sind darauf ausgerichtet, die zugrundeliegende Benchmark so genau wie möglich abzubilden. Die Portfoliostruktur wird dabei kontinuierlich angepasst. Der Anleger nimmt also an der Performanceentwicklung des Index teil. Indexfonds werden im Normalfall passiv gemanagt, das heißt, es gibt keinen Fondsmanager, der aktiv Wertpapiertitel für den Fonds auswählt oder vorhandene Titel veräußert. Anleger sparen sich beim Indexfonds die Transaktionskosten, verzichten in der Regel auf wichtige Gewinnchancen, die ein aktiver Fonds bieten würde.

Indexierung

Die Kopplung von ausgewählten Größen eines Fonds an einen Index, nennt man Indexierung. Investmentfonds richten sich normalerweise auf den Vergleichenden (also die Benchmark) aus. Beispiele dafür sind der DAX, Dow Jones Euro Stoxx 50 SM, TecDAX, MSCI World. Elementar ist die Indexierung auch bei Immobilienfonds. Mietverträge, welche die Fondsgesellschaft abgeschlossen hat, werden oft mit einer Indexierungsklausel ausgestattet. In diesen Klauseln wird erwähnt, dass bei einer hundertprozentigen Indexierung auch der Mietzins entsprechend der vom Statistischen Bundesamt errechneten allgemeinen Inflation sukzessive steigt.

Indikator

Eine Kennzahl, die regelmäßig berechnet wird, bezeichnet man in der Branche auch als Indikator. Ein Indikator lässt Rückschlüsse auf andere nicht messbare Größen zu. Für Investoren ist es besonders wichtig, die publizierten Konjunkturindikatoren (herausgegeben von den Wirtschaftsforschungsinstituten), zu kennen. Einige Frühindikatoren, wie zum Beispiel Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften oder der Auftragseingang ermöglichen Aussagen zu treffen, welche die zukünftige Wirtschaftsentwicklung betreffen. Präsensindikatoren sind unter anderem das Bruttoinlandsprodukt oder die Kapazitätsauslastung. Diese Indikatoren sollen ein Spiegel für den aktuellen Zustand der Konjunktur sein. Im Gegensatz zu den Spätindikatoren, wie der Höhe der Arbeitslosigkeit oder den Entwicklungen der Preise, reagieren die Spätindikatoren meistens zeitverzögert auf die Konjunkturentwicklung. Für die Fundamentalanalyse von Wertpapieren sehr relevante Indikatoren sind Kurs-/Gewinnverhältnis (KGV), Jensen’s Alpha, Treynor-Ratio und die Information Ratio.

Industrieanleihen

Als Industrieanleihe bezeichnet man eine Anleihe, welche von einem Unternehmen ausgegeben wird.

Inflation

Die Inflation ist der Prozess der Geldentwertung, der vor allem von der allgemeinen Preiserhöhung beeinflusst wird. Der Prozess ist anhaltend. Für eine Geldeinheit kann man kontinuierlich weniger kaufen. Die Inflationsrate ist ein prozentueller Anstieg des Preisniveaus, innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Information Ratio

Die Information Ratio ist ein Maß, welches Auskunft zur Performance beziehungsweise zur erzielten Differenzrendite eines Fonds geben sollte. Berechnet wird die Differenzrendite mit der Information Ratio auf Basis einer Einheit des übernommenen Abweichungsrisiko von einem festgelegten Index. Besonders geeignet ist die Information Ratio zum Vergleich eines Fonds mit Alternativprodukten. Es lässt sich ein Rating entwickeln. Die Fonds sind besser zu beurteilen, deren Kennzahl-wert höher ist.

Informationspflicht

Jede Investmentgesellschaft ist dazu verpflichtet, die Wertentwicklung eines Fonds für den Anleger offen zu legen. Das betrifft auch die Tätigkeit der Gesellschaft. Die vorliegenden Fakten sollen dem Anleger die Risiken aufzeigen, noch bevor er sich für ein Investment entscheidet. Mediendarstellungen von Entwicklungen können immer Fehler enthalten, sind oftmals zeitverzögert oder unvollständig. Anleger sollten ihre Informationen also immer besser direkt von der Investmentgesellschaft beziehen.

Innerer Wert

Der innere Wert eines Fonds entspricht dem Begriff Nettoinventarwert. Der Nettoinventarwert bezeichnet das Gesamtvermögen. Bei den Aktien, entspricht der innere Wert dem Nettosubstanzwert, also der Eigenkapitalsumme des Unternehmens pro Aktie. Die Summe des Grundkapitals, offener und stiller Reserven sowie der Gewinnvortrag geteilt durch die Anzahl der angegebenen Aktien beziehungsweise Partizipationsscheine ergibt den Nettosubstanzwert. Man muss diesen Wert vom jeweiligen aktuellen Börsenkurs unterscheiden, welcher auch die psychologischen Aspekte wie beispielsweise die künftige Ertragserwartung der Marktteilnehmer berücksichtigt. Bei Derivaten Finanzprodukten ist der innere Wert jener Betrag, welchen der Inhaber des Derivats bei sofortiger Ausübung realisieren kann. Dieser Wert entspricht dem Gewinn, welcher übrig bleibt, wenn bei der Ausübung der Option, der Basiswert (oder das Underlying) sofort verkauft wird. Dieser Wert ist niemals negativ. Der Inhaber ist nicht dazu verpflichtet, sein Ausübungsrecht wahrzunehmen.

Insider

Eine Person, welche auch Zugang zu unveröffentlichten Informationen der Branche hat, nennt man in der Regel Insider. Diese unveröffentlichten Informationen beeinflussen die Kurse. Wird mit diesen Informationen gearbeitet, um sich am Markt zu engagieren, kann das strafbar sein. Die zuständige Börsenaufsichtsbehörde verfolgt solche Fälle.

Instandhaltungskosten

Fallen während der Nutzungsdauer eines Gebäudes Kosten an, um Mängel zu beseitigen, spricht man von den Instandhaltungskosten. Die Mängel entstehen gewöhnlich aufgrund der Abnutzung oder Alterung des Gebäudes.

Institutionelle Anleger

Verfügt eine juristische Person über ein hohes Investitionsvolumen nennt man diese Person einen institutionellen Anleger. Beispiele dafür: Investmentfonds, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Banken, Versicherungen oder Pensionsfonds.

Institutionelle Anteilklasse

Diese Anteilklassen werden ausschließlich für institutionelle Anleger angeboten.

Institutionelle Fonds

Diese Publikumsfonds sind speziell auf die Bedürfnisse von institutionelle Anleger zugeschnitten.

Insurance Linked Securities (ILS)

Das ILS ist ein verzinsliches Wertpapier. Dieses Papier nimmt die Zahlungsansprüche gegen eine Zweckgesellschaft zum Gegenstand. Verbrieft werden bei der ILS die Versicherungsrisiken durch ein festverzinsliches Wertpapier. Geeignet sind die ILS besonders für eine Diversifizierung des Portfolios. Sie haben in der Regel eine geringe Beziehung zu anderen Asset-Klassen.

Interpretationsrisiko

Aufgesetzt werden können Wertentwicklungstabellen aufgrund von verschiedenen Annahmen, der Betrachtung des Stichtags und anhand verschiedener Berechnungsmethoden. Vergleiche sind dann möglich, sollten die Berechnungsmethoden und Anlagegrundsätze der betreffenden Investmentfonds gleich sein. Eine Performanceentwicklung kann in der Zukunft nicht weitergeschrieben werden.

Inverse Zinsstruktur

Sind die Zinsen für kurzlaufende Renten (Kurzläufer) höher als die Zinsen für Langläufer, spricht man von einer inversen Zinsstruktur.

Investitionsgrad

Der Prozentsatz, mit welchem in die Anlage investiert wird, die den Anlageschwerpunkt eines Fonds bildet. Vom Fondsvermögen ist zur Berechnung die Barreserve abzuziehen. Danach wird durch das Fondsvermögen dividiert.

Investment Grade

Zeigt eine Anleihe ein gutes Rating beziehungsweise eine gute Bonität, spricht man vom Investment Grade. Er beinhaltet die Beurteilung AAA, AA, A und BBB (auf Basis der Definition von Standard & Poor`s, einer bekannten Ratingagentur).

Investmentfonds

Das Sondervermögen, das von der Investmentgesellschaft beziehungsweise Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG), in Wertpapiere oder Immobilen angelegt wird, nennt man Investmentfonds. Verwahrt wird der Investmentfonds bei der Depotbank. Ein gutes Fondsmanagement ist stets darauf bedacht, Risiken optimal zu streuen und verfolgt immer die Anlagegrundsätze und Anlageziele, um die richtigen Titel für das Portfolio auszuwählen. Erreicht werden soll dadurch ein maximaler Ertrag bei entsprechendem Risiko. Siehe Kapitel „Fonds“.

Investmentgesellschaft

Eine Investmentgesellschaft (auch Investment-Trust, Kapitalanlagegesellschaft) definiert ein Unternehmen, dessen Geschäftszweck es ist, einen oder mehrere Investmentfonds zu verwalten. Deutsche Investmentgesellschaften werden als Kapitalanlagegesellschaften bezeichnet. Die Ausrichtung ihres Geschäftsbereichs ist darauf spezialisiert, das bei ihnen eingelegte Geld, im eigenen Namen, für gemeinschaftliche Rechnung der Einleger, nach dem Grundsatz der Risikomischung, in Wertpapieren oder Grundstücken, gesondert vom eigenen Vermögen, anzulegen.

Investmentgesetz

Das gültige Investmentgesetz wurde am 21.07.2013 vom KAGB abgelöst.

Investmentkonto

Ein Investmentkonto (Depot) ist ein spezielles Konto des Anlegers, das nur zur Verwahrung und Verwaltung von Fondsanteilen verwendet wird. Die Depotbank führt dieses Konto, in dem alle Käufe und Verkäufe von Fondsanteilen verbucht werden.

Investmentprozess

Die strukturierte Vorgehensweise, welche bei der Veranlagung des Fondsvermögens befolgt wird, nennt sich Investmentprozess.

Investmentzertifikat

Verbrieft ein Wertpapier das Recht auf einen bestimmten Miteigentumsanteil an den Vermögenswerten eines Fonds, spricht man hier von Investmentzertifikaten.

Investor

Im Englischen nennt man einen Kapitalanleger Investor. Je nach Anlagestrategie verfolgt dieser Investor eigene Ziele (Wertsteigerung, Werterhaltung, Einkommenssicherung etc.) In der Regel denkt er langfristig, was ihn von kurzfristigen Spekulanten unterscheidet.

ISIN

Eine Abkürzung für International Securities Identification Number. Diese Kennnummer für Wertpapiere ist international gültig und hat zwölf Stellen. Es handelt sich hierbei also um eine standardisierte Identifikationsnummer, die jedes Wertpapier hat und international bekannt ist. Die ISIN nimmt neben der Länderkennung (z.B. Luxemburg LU, Österreich AT, Deutschland DE) auch die nationale Identifikationsnummer des Wertpapiers auf. Die WKN-Nummer, welche bisher verwendet wurde, besteht vorerst parallel zur ISIN weiter.

Islamische Fonds

Richtet sich ein Fonds nach den Gesetzen der Scharia, also den religiösen Gesetzen des Islams, spricht man von einem Islamischen Fonds. Bei der Geschäftsabwicklung werden hier strikte Verbote des Islams eingehalten (Zinsforderungen, Zinszahlungen, Spekulationen, Investitionen in bestimmte Rohstoffe).

Jahresbericht

Das KAGB legt fest, dass jede KVG für jedes ihrer Sondervermögen bis spätestens sechs Monate nach dem Abschluss des Geschäftsjahres einen Jahresbericht zum Berichtsstichtag vorlegen muss. Die KVG verpflichtet sich, diesen Bericht zu veröffentlichen. Enthalten sein müssen im Bericht: eine detaillierte Vermögensaufstellung, die Anzahl und der Wert der umlaufenden Anteile, die Ertrags- und Aufwandsrechnung und eine vergleichende Übersicht der letzten drei Geschäftsjahre.

Jährlicher Durchschnittsertrag

Diese Kennzahl drückt den Ertrag eines Investmentfonds aus. Der Betrachtungszeitraum entspricht einem Jahr, wird also in annualisierter Form (per annum) dargestellt.

Jensens Alpha

Die größte Bedeutung aller Performancemaße hat in der Praxis wohl das Jensens Alpha. Es eignet sich zwar nicht für den Vergleich eines Fonds mit Alternativprodukten, jedoch lässt sich eine Aussage darüber treffen, ob ein Fonds eine Outperformance gegenüber seiner Benchmark (also seinem Referenzindex) erzielt hat. Die Basis dafür stellt sein eigenes Risiko dar, die Beurteilung richtet sich also auch nach der Risikoadjustierung des Fonds.

Jumbo Bonds

Weist eine Anleihe ein Emissionsvolumen von über 500 Millionen Euro auf, spricht man von einer Juno Bonds.

Junk Bonds

Natürlich gibt es am Finanzmarkt auch eine Vielzahl an Anleihen mit schlechter Bonität des Herausgebers. Diese sogenannten Ramschanleihen heißen englisch übersetzt auch Junk Bonds.

Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB)

Am 16. Mai 2013 wurde vom Deutschen Bundestag das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) beschlossen. In Kraft trat es fast gänzlich zum 22. Juli 2013. Es sollte das Investmentgesetz ersetzen, welches im Zuge dessen, gleich aufgehoben wurde. Die Umsetzung der Richtlinie 2011/61/EU über die Verwalter von alternativen Investmentfonds ist wohl die wichtigste Aufgaben, bei welchen das KAGB greifen soll.

Kapitalerhalt

Die Werterhaltung eines Kapitalbetrags, eingezahlt durch den Anleger, nennt man Kapitalerhalt. Der Kapitalerhalt bezieht sich immer auf einen bestimmten Anlagezeitraum. Der Anleger sollte dabei immer den wirklichen, also realen Kapitalerhalt, befürworten, welche auch die Inflationsrate mitberücksichtigen. Bei Produkten für die Altersvorsorge, zählt der Kapitalerhalt zu den wesentlichen Kriterien für eine staatliche Riester-Förderung.

Kapitalertragsteuer (KESt.)

Werden Einkünfte aus Kapitalvermögen, also Kapitalerträge, generiert, werden die Steuern direkt an der Quelle abgezogen. Bezeichnet wird dieser Steuerabzug auch als Kapitalertragsteuer (KESt.). Bezüglich dieses Steuerabzugs mit abgeltender Wirkung spricht man auch von Abgeltungsteuer. Obwohl in der deutschen Steuergesetzgebung dieser Begriff nicht auftritt.

Kapitalverwaltungsgesellschaft

Verwaltet werden Fonds von der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG), auch Fondsgesellschaft genannt.

Kaufnebenkosten

Diese Kosten entstehen zusätzlich beim Kauf einer Immobilie. Sie zählen steuerlich zu den Anschaffungskosten der Immobilie. Die Kaufnebenkosten fassen also die Grunderwerbssteuer, Notargebühren, Maklerprovision und Grundbuchgebühren zusammen.

Kennzahl

Eine Kennzahl ergibt sich aus Vergleichen von Daten und verschiedenen Auswertungen. Die Kennzahl gibt Aufschluss über sonst nicht messbare Größen wie zum Beispiel den Erfolg eines Fonds. Sie stellt somit einen Indikator dar. Gängige Kennzahlen von Investmentfonds sind zum Beispiel das Verhältnis von Kurs/Gewinn (KGV), die Sharpe Ratio, Jensen’s Alpha, Treynor-Ratio oder die Information Ratio.

KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Für selbstgenutzte Immobilien bietet eine staatliche Bank, die KfW, zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse an.

KGV

Die Abkürzung KGV bedeutet Kurs-Gewinn-Verhältnis. Dargestellt wird das Verhältnis in einer Kennzahl, die der Bewertung von Aktien dient. Teilt man den aktuellen Kurs einer Aktie durch erwarteten Jahresüberschuss kommt man zum KGV. Im Englischen wird der Begriff auch mit Price-earning-ratio (PER) übersetzt. Die Kennzahl dient der Beurteilung der Preiswürdigkeit einer Aktie. Sie ergibt sich aus dem aktuellen Aktienkurs, dividiert durch den Gesamtgewinn. Die PER gibt an, wie lange eine AG braucht, um alle Aktien mit dem erwirtschafteten Gewinn aufkaufen zu können. An der Börse ist eine Faustregel gültig: Ist der KGV niedrig, ist die Aktie preiswert. Also je niedriger der KVG, desto günstiger die Aktie. Empfohlen wird es, den Einzel-KGV einer Aktie mit dem Gesamtmarkt-KGV zu vergleichen, so kann ein mögliches Kursgewinnpotenzial der jeweiligen Aktie prognostiziert werden. Unterscheidet sich das KGV nach unten vom durchschnittlichen KGV des Gesamtsektors stärker, sind die Wertentwicklungschancen größer einzuschätzen.

Kickback

Es hat sich etabliert, dass freie Fondsvermittler die besten Fonds bestimmter Fondsgesellschaften vertreiben. Dem Anleger werden im Normalfall keine Provisionen dafür berechnet. Dafür bezahlt die Fondsgesellschaft dem Vermittler sogenannte Kickbacks, auch Bestandspflegeprovisionen genannt. Diese besondere Form von Rückvergütung behält die Fondsgesellschaft über ihre eigene Verwaltungsgebühr ein und zahlt diese an den Vermittler aus. Kickbacks sind sowohl im Geschäft von freien Fondsvermittler als auch von Direktbanken gängig. Je nach Fonds variiert die Höhe der Kickbacks. Für manche Fondstypen, wie zum Beispiel Indexfonds (ETFs), sind keine Kickbacks vorgesehen.

KIID

Wesentliche Anlegerinformationen, auch Key Investors Information Document genannt, werden mit KIID abgekürzt. Siehe auch Kapital „Anlegerinformationen“. Die KIID zeigen Anlegern verdeutlicht, welche Chancen und Risiken ein Investmentfonds in sich trägt. Die Wesentlichen Anlegerinformationen haben den vereinfachten Verkaufsprospekt so gut wie ersetzt.

Kommunalanleihen

Diese Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, welchen von Kommunen (Städte, Gemeinden etc.) ausgegeben werden.

Korrelationskoeffizient

Der Korrelationskoeffizient ist das Maß für den Zusammenhang zwischen der Wertentwicklung eines Fonds und der Entwicklung des Wertes eines festgelegten Index. (1=identische Wertentwicklung, -1 vollkommen gegenläufige Wertentwicklung. 0=bedeutet keinen Zusammenhang mit der Wertentwicklung).

Kosten

Bei einem Investmentfonds setzen sich die Kosten wie folgt zusammen: Ausgabeaufschlag, Performance Fee, Managementvergütung, Verwahrstellenvergütung und sonstige Kosten (zum Beispiel die Kosten für Berichterstattung und Abschlussprüfung).

Kupon

Die Nominalverzinsung einer Anleihe, also die Verzinsung des Nennwerts, nennt man Kupon. Der Kupon wird in Prozent angegeben.

Kurs

Der Kurs ist ein amtlich notierter Marktpreis für Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden. Das betrifft auch Devisen, Rohstoffe oder Güter. Der Kurs bildet sich aus Angebot und Nachfrage.

Kursgewinn

Den erwirtschaftete Ertrag eines Anlegers nennt man Kursgewinn. Dieser Gewinn ergibt sich dann, wenn man von einem höheren Verkaufspreis den Kaufpreis eines Wertpapiers abzieht.

Kursverlust

Den Verlust eines Anlegers nennt man bei Wertpapieren Kursverlust Dieser Verlust ergibt sich dann, wenn man von einem niedrigeren Verkaufspreis den Kaufpreis eines Wertpapiers abzieht.

Länder-/Regionenfonds

Aktienfonds, die ausschließlich in einem bestimmten Land oder in speziell zusammengeführten Ländergruppen (bspw. Südeuropa oder Lateinamerika) anlegen. Sie haben eine andere Risikostruktur als Fonds, die ihre Anlagen über viele Anlageländer streuen.

Langläufer

Die Bezeichnung für verzinsliche Wertpapiere mit langer Laufzeit (größer als zwei Jahre) oder Restlaufzeit nennt man Langläufer. Es gibt auch Fonds, die bevorzugt in Langläufer investieren. Diese nennt man Langläuferfonds. Das Gegenteil zum Langläufer stellen die Kurzläufer da.

Längste Verlustperiode

Beobachtet man eine Fondspreisentwicklung über einen festgelegten Zeitraum, um festzustellen für wie viele Monate am Stück sich ein Fonds negativ entwickelte, spricht man von der längsten Verlustperiode.

Large Cap

Large Cap ist eine Abkürzung für die englische Bezeichnung „large capitalization“. Man bezeichnet damit große Unternehmen mit hoher Markt- und Börsenkapitalisierung.

Laufende Kosten

In den Wesentlichen Anlegerinformationen wird über die laufenden Kosten einer Anlage informiert. Man bezeichnet die laufenden Kosten auch als Ongoing Charges. Die laufenden Kosten setzen sich aus der Vergütung für das Management, den Kosten für die Geschäftsführung, den Wirtschaftsprüfer sowie den Betriebskosten zusammen. Ausgeschlossen werden kann, dass sich auch die Handelskosten für den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers in den laufenden Kosten befinden. Das gleiche gilt für Erfolgsgebühren. Bei den laufenden Kosten wird im Gegensatz zur Kennzahl TER bei Dachfonds, die laufenden Kosten der enthaltenen Zielfonds beachtet.

Laufzeit

Handelt es sich beim Wertpapier um eine Anleihe, beginnt die Laufzeit mit der Emission und endet mit dem letzten Handelstag, zu welchem getilgt wird.

Laufzeitenspektrum

Werden die Investitionen eines Anleihefonds prozentual nach Laufzeiten aufgeschlüsselt, spricht man vom Laufzeitenspektrum.

Laufzeitfonds

Es ist üblich, Laufzeitfonds mit einer Endfälligkeit zu versehen. Das heißt, die Laufzeit eines Fonds wird von Anfang an begrenzt. Zwar bleibt das eingezahlte Kapital bis zum Ende der Laufzeit enthalten, für den Anleger besteht jedoch die Option, seine Anteile börsentäglich zu veräußern. Das entspricht auch dem Prinzip von zeitlich unbegrenzten Fonds. Wird der Marktzins während der Laufzeit kleiner, schließt man den Fonds vorzeitig, weil die kalkulierte Rendite bis zur Fälligkeit für neu anzulegende Gelder nicht eingehalten werden könnte. Wird das Ende der Laufzeit erreicht, löst man den Fonds in der Regel auf. Das bedeutet, dass alle Anteile zum Anteilswert (inklusive aller kumulierten Erträge) an die Anteilbesitzer zurückbezahlt werden. Entnommen werden kann die genaue Regelung dafür dem Fondsprofil.

Leerverkauf

Werden Wertpapiere verkauft, die einem nicht gehören, spricht man von einem Leerverkauf. Der Leerverkäufer leiht sich Wertpapiere lediglich aus, wofür meistens eine Leihgebühr anfällt. Ein Leerverkauf zielt darauf ab, die Wertpapiere später bei einem fallenden Kurs zu kaufen und an den Verleiher zurückzugeben.

Leverage Effekt (Hebelung)

Der englische Begriff für den Hebeleffekt beziehungsweise die Hebelwirkung ist Leverage Effekt. Er fasst die Wirkung der Aufnahme von Fremdkapital auf die Eigenkapitalrendite auf. Es wird zwischen positiven und negativen Legerage-Effekt unterschieden.

LIBOR

Das Kürzel LIBOR steht für die London Inter Bank Offered Rate und ist die Kennzahl für den kurzfristigen Geldmarktzinssatz. Der Standort zur Bildung des LIBOR ist London. Banken überlassen sich kurzfristig Geldmarktrendite unter Berücksichtigung des LIBOR.

Limit

Ein Limit kann beim Ordern von Wertpapieren zusätzlich gesetzt werden. Die Wertpapiere werden dann nur gekauft oder verkauft, wenn das Limit unter- oder überschritten wird.

Liquidation

Das Verfahren zur Auflösung eines gesamten Fonds, nennt man Liquidation. Eine Kapitalanlagegesellschaft verpflichtet sich dazu, die Maßnahme der Liquidation unter Einhaltung von Fristen, bekannt zu geben. Im Zuge einer Liquidation verkauft man die Vermögensgegenstände - dabei wird der Erlös an die Anteilsbesitzter ausgeschüttet.

Liquidität

Können Zahlungsverpflichtung kurzfristig erfüllt werden, ist man liquide. Hat man die Mittel schnell zu zahlen, wenn es erforderlich ist, weist man also eine hohe Liquidität vor.

Long-Position

Werden unterbewertete Wertpapiere angekauft, spricht man von Long-Position. Der Anleger setzt dabei auf steigende Kurse.

Makler

Die gewerblichen Vermittler von Devisen-, von Wertpapiergeschäften und Waren, welche auf fremde Rechnung arbeiten, nennt man Makler. Siehe auch Kapitel „Broker“.

Managementgebühr

Mit einer Managementgebühr (Management Fee oder Verwaltungsgebühr) belastet man, wie bei der Verwahrstellegebühr auch, den Anleger nicht direkt. Die Gebühr wird dem Fondsvermögen entnommen. Die Managementgebühr wirkt sich auf die Wertentwicklung des Fonds aus. In Rechnung gestellt wird sie von der Investmentgesellschaft, welche die Leistung der Verwaltung damit abdecken möchte.

Managementstil

Bestehen nachvollziehbare, systematische Investmentgrundsätze, die ein Fondsmanager bei der eigenen Einschätzung und Analyse verfolgt, spricht man von seinem Managementstil. Ist der Ansatz aktiv, verfolgt der Fondsmanager das Ziel, durch Abweichung in der Gewichtung des Fonds gegenüber des Benchmark (also des Vergleichsindex) mehr Rendite zu erwirtschaften. Ist der Ansatz passiv, passt der Fondsmanager den Fonds möglichst genau und ohne Abweichungen an seinen Benchmark an. Natürlich gibt es einige verschiedene Managementansätze. Bezogen auf den Investmentfonds stellen der Top-Down-Ansatz, der Bottom-up-Ansatz die wichtigsten Beispiele dafür dar. Beim Hedge-Fonds kann unterschieden werden zwischen: Opportunistische Strategien, Multi Strategy, Managed Futurs, Relative Value und Event Driven.

Market Maker

Für bestimmte Wertpapiere ist es erforderlich, kontinuierlich verbindliche Kauf- und Verkaufspreise zu stellen. Die Aufgabe übernehmen an der Börse professionelle Börsenhändler, sogenannte Market Maker. Sie sorgen mit ihrem Handel für eine ausreichende Marktliquidität (Handelbarkeit).

Market Timing

Das Market Timing formt eine Strategie, bei welcher der Investor auf kurzfristige Gewinne abzielt. Das ist durch schnelle Ein- und Ausstiege zu verschiedenen Zeitpunkten möglich.

Market-Neutral-Strategie

Bei dieser Strategie, verfolgt der Investor den Ansatz, die Plus- und Minuspositionen von Aktien- und Aktienindizes aufzubauen. Das wesentliche Merkmal ist jenes, dass der Aktienmarkt als Mittel zum Zweck genutzt und neutralisiert wird. Diese Strategie baut auf einen überlappenden Ansatz auf, welcher eine Balance zwischen den Plus- und Minuspositionen schaffen sollte. Das heißt: Jeder Long-Position stellt man eine äquivalente Short-Position gegenüber. Eingegangen werden also eigentlich nur Wetten in Paaren.

Marktkapitalisierung

Den Börsenwert von Aktiengesellschaften zeigt die Marktkapitalisierung. Die ausgegebenen Aktien der Gesellschaft werden mit dem aktuellen Börsenkurs multipliziert.

Marktmietzins

Bei einer Neuvermietung ist grundsätzlich mit einer ortsüblichen Miete zu rechnen. Kann diese mit anderen Objekten verglichen werden, spricht man hier vom Marktmietzins. Im juristischen Jargon (oder anderen Ländern zB Österreich oder der Schweiz) verwendet man das Wort Mietzins zum Teil auch anstatt des Ausdrucks Miete.

Marktnähe

Manche Investmentfonds werden stark vom Marktgeschehen beeinflusst. Die Marktnähe gibt darüber Auskunft, wie intensiv die Entwicklung eines Fonds an die Geschehnisse am Markt gekoppelt ist. Bei Indexfonds, beziehungsweise ETFs, ist die Marktorientierung am größten, denn sie bilden den Index ab, der einen bestimmten Markt repräsentiert. Orientiert sich ein Fonds nur gering an der generellen Marktentwicklung, hat der Fondsmanager größeren Spielraum für Ideen und Strategien zur Investition des Fondsvermögens.

Marktrisiko

Investitionen können zahlreiche Risiken zur Folge haben. Das Marktrisiko (systematisches Risiko oder Market Risk) welches durch Marktpreisveränderungen (Rohstoff- oder Edelmetallpreisrisiko, Zinssatzänderungen, volatile Aktienkurse, Fremdwährungsrisiko durch Währungsschwankungen oder Zinssatzänderungen) entsteht, ist eines davon. Die Marktrisiken treffen stets alle Unternehmen einer Volkswirtschaft. Abhängig davon, wie speziell ein Fonds ausgerichtet ist, variiert dieses Risiko. Je geringer auf verschiedene Länder und/oder Sektoren gestreut wird, desto höher fällt das Marktrisiko aus.

Max Preis

Der Max Preis gibt den höchsten Fondspreis eines bestimmten Beobachtungszeitraums an.

Maximaler Jahresverlust (rollierend)

Für den festgelegten Beobachtungszeitraum, welcher immer mehrjährig ist, können bei dieser Kennzahl mehrere, jeweils um einen Monat verschobene (rollierende) 1- Jahres-Wertentwicklungen ermittelt werden. Man kommt so zu einer großen Anzahl an Ergebnissen. Der maximale 1-Jahres-Verlust ergibt sich aus dem höchsten festgestellten Negativ-Wert.

Maximaler Verlust

Der größte Kursverlust eines Fonds in einem abgegrenzten Zeitraum wird auch als der maximale Verlust bezeichnet.

Maximum Drawdown

Der Maximum Drawdown ist jene Kennzahl, mit welcher vom Beginn des Beobachtungszeitraums an festgestellt wird, wann der Fondspreis sein höchstes Niveau erreicht. Und wann dieser Preis, nach einer zwischenzeitlich negativen Entwicklung, dieses Niveau wieder erlangt hat. Bei einer analogen Fortsetzung des Vorgehens bis zum Ende des Beobachtungszeitraums können sich natürlich einige Verlustintervalle abzeichnen. Diese Intervalle nutzt man dazu, die Differenz zwischen den Höchst- und Tiefstpreisen zu ermitteln. Die Ergebnisse werden anschließend verglichen. Die höchste Differenz repräsentiert den maximalen Verlust (oder Maximum Drawdown) des gesamten Betrachtungszeitraums.

Maximum Time to Recover

Zunächst wird vor dem Beginn des Beobachtungszeitraums geprüft, wann der Fondspreis sein höchstes Niveau erreicht hat, noch bevor er sich erfahrungsgemäß nach unten entwickelt. Anschließend wird festgestellt, wie lange es gedauert hat, bis dieses maximale Fondspreisniveau wieder erlangt worden ist. Während eines Beobachtungszeitraums kann es einige Zeitspannen (oder Verlustintervalle) geben, bis ein Fonds einmal erlangte Höchstpreise erneut realisiert hat. Der längste aller Zeitspannen bezeichnet man dann als Maximum-time-to-recover.

MDAX

Im MDAX sind ab dem 24. September 2018 anstatt bisher 50 dann 60 Titel enthalten. Hierbei handelt es sich um die 60 größten Unternehmen der klassischen Branchen, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz auf die DAX-Unternehmen folgen. Durch die Einführung des neuen Doppel-Listings von Technologieaktien, werden einige bislang nur im TecDAX enthaltene Aktien künftig auch im MDAX auftauchen. Neben der Zusammensetzung passt die Deutsche Börse auch die Indexregeln „Fast Exit“ (sofortiger Abstieg), „Fast Entry“ (sofortige Aufstieg) und "Regular Exit" (regulärer Auf- und Abstieg) an.

Mid Caps

Mittelgroße Unternehmen, die Aktien ausgeben, nennt man Mid Caps.

Mid-Cap-Fonds

Bei diesen Fonds investiert das Management vorwiegend in Unternehmensaktien, die eine mittelgroße Börsenkapitalisierung aufweisen.

Midcap Market Index

Dieser Index beinhaltet alle Werte aus dem TecDax und dem MDax. Die Entwicklung der mittelkapitalisierten Werte des Prime-Standard-Segments werden damit abgebildet.

Mikrofinanzfonds

Über Schuldverschreibungen stellen Investmentfonds den sogenannten Mikrofinanzinstituten (MFI) Geld zur Verfügung. Die MFIs nutzen das Geld, um Mikrokredite zu vergeben. Die Mikrokredite sollen vor allem Kleingewerbetreibende in Schwellen- und Entwicklungsländer weiterhelfen. Für die Schuldverschreibung zahlen die MFIs den Fonds MFI-Zinsen.

Min Preis

Der Min Preis ist der niedrigste Fondspreis, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums beobachtet werden kann.

Mindestanlagebetrag

Für Fonds-Anlagen beziehungsweise bei der Investition in Fonds gibt es meistens eine vorgegebene Mindestsumme, die man Mindestanlagebetrag nennt. Diesen Mindestanlagebetrag gibt die KVG oder die Depotbank vor. Ein Mindestanlagebetrag existiert in der Regel auch bei Sparplänen.

Mindestanlagezeitraum

Bei der Investition in Investmentfonds gibt es in der Regel einen empfohlenen Mindestzeitraum. Je spekulativer die Wertpapiere sind, welche sich im Portfolio befinden, desto länger sollte der Zeitraum ausfallen.

Mischfonds

Bei diesem Fondstypus wird sowohl in Aktien als auch Anleihen investiert. Die Kurse bestimmten das Verhältnis zwischen den beiden Anlageformen. Die Anlagestrategie von Mischfonds sieht vor, hauptsächlich in Einzeltitel oder Fonds mit mindestens zwei Assetklassen zu investieren. Zur Kategorisierung wird der Anteil der stark schwankenden Assetklassen herangezogen. Dazu gehören: Hochzinsanleihen, Aktien, Rohstoffderivate und Unternehmensanleihen.

Moderne Portfolio Theorie

Der anerkannte US-Ökonom Harry S. Markowitz stellte im Jahr 1952 eine Theorie auf, welche sich mit dem optimalen Aufbau eines Portfolios befasst. Diese Theorie kennt man noch heute als Moderne Portfolio Theorie. Aus dem statistischen historischen Verhalten unterschiedlicher Anlageformen wird unter den Gesichtspunkten einer möglichst hohen Rendite und einem für den einzelnen Anleger annehmbarer Risikograd die perfekte Struktur des Portfolios kalkuliert. Harry S. Markowitz wurde für seine Theorie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Modified Duration

Im Deutschen: die modifizierte Duration, welche auch unter dem Begriff „Modifizierte Macauly-Duration“ oder „Hicks-Elastizität“ bekannt ist. Es handelt sich hier um ein Risikomaß, mit welchem die zu erwartende prozentuelle Kursänderung (also Sensitivität) eines Obligationenportfolios oder einer Anleihe ermittelt wird (bei einer Zinssatzveränderung). Berechnet wird sie wie folgt: Die Duration dividiert man durch den Faktor 1 plus den Wert der Effektivverzinsung.

Money Market Fund

Der Money Market Fund ist der englische Begriff für die Geldmarktfonds.

Morningstar Rating

Das Morningstar Rating(TM) ist eine eingetragene Marke. Überprüft wird im Morning Star Rating, wie erfolgreich einzelne Fonds in einem bestimmten Segment abgeschnitten haben. Unter die Lupe kommen hier alle Fonds, welche mehr als drei Jahre am Markt sind, bei welchen genügend Informationen für die Kategorisierung vorliegen, bei welchen es keine grundlegenden Veränderungen in der Investmentstrategie gab und bei welchen es genügend vergleichbare Fonds zur Durchführung des Ratings und der damit verbundenen Klassifizierung gibt. Das Morningstar Rating nimmt die Morningstar Kategorien, risikoangepassten Renditen und Kosten auf. 5 Sterne bekommen die besten Fonds, einen Stern die schlechtesten.

MSCI World

Die Firma MSCI hat einen Index veröffentlicht, der aus über 1600 weltweit agierenden Werten besteht. MSCI ist ein renommierter amerikanischer Indexanbieter.

Multi Asset-Fonds

Bei diesen Fonds, investiert das Fondsmanagement in unterschiedliche Anlageklassen. Die Anlageklassen können Aktien, Hedgefonds, Rohstoffe oder Immobilien sein. Das Management zielt auf eine Diversifizierung/Streuung des Portfolios ab.

Mündelfonds

Ein Mündelfonds wird per Gerichtsbeschluss als mündelsicher klassifiziert. Laut Gesetz darf der gesetzliche Vormund, welcher vor der Investition bestimmt wird, das Geld seines Mündels (das sind Personen, welche nicht voll geschäftsfähig sind) nur in eine mündelsichere Anlage investieren, also zum Beispiel in einen Mündelfonds. Ein mündelsicherer Fonds kann in Aktien-, Renten- und auch offene Immobilienfonds investieren. Es gibt Listen, welcher der BVI führt, die bekannte gerichtliche Genehmigungen der Anlage von Mündelgeldern enthalten.

Mutual Fund

Der englische Begriff für einen offenen Wertpapierfonds ist Mutual Fund.

Nachhaltigkeitsfonds

Nachhaltigkeitsfonds nennt man auch Ethikfonds oder ethisch-ökologische Fonds. Ein Nachhaltigkeitsfonds bedient sich an Anlagegrundsätzen, welche sich nach ökologischen, sozialen und ethischen Aspekten orientieren.

Nachranganleihen

Nachranganleihen gehören zur Gruppe der festverzinslichen Wertpapiere, welche aus Fremd- und Eigenkapital bestehen. Hier sind die Investoren am Ertrag des Emittenten beteiligt. Treten Rückzahlungsansprüche auf, werden diese im Falle einer Insolvenz mit Nachrang gegenüber anderen Gläubigern berücksichtigt.

Nennwert

Bei der Herausgabe einer Anleihe besteht ein bestimmter festgelegter Wert der Anleihe. Dieser Wert wird als Nennwert bezeichnet. Der Anleihenherausgeber zahlt am Ende der Laufzeit den Nennwert der Anleihe an den Anleger zurück.

Nettoinventarwert

Das Fondsvermögen kennt man auch unter dem Begriff Nettoinventarwert. Nimmt man alle Wertpapiere des Fonds zusammen und zieht alle Verbindlichkeiten ab, erhält man den Nettoinventarwert. Manchmal nutzt man die Bezeichnung Nettoinventarwert auch gleichbedeutend für Anteilswert.

Nettoperformance

Die Nettoperformance stellt jene Performance dar, welche nach Abzug der Verwaltungsgebühren, der Transaktionskosten, der rückforderbaren Verrechnungssteuern und Pauschalgebühren (auch all-in fees genannt) übrig bleibt.

Neutrales Portefeuille

Dieses Portfolio, entspricht ganz genau der Zusammensetzung des Benchmark (Vergleichsindex). Dadurch erzielt es auch exakt die gleiche Wertentwicklung wie der Index. Bei einem passiv gemanagten Fonds (zum Beispiel Indexfonds), wird genau dieses Ziel angestrebt.

No-Load-Fund

Erwirbt man einen No-Load-Funds (wird auch als Trading-Funds bezeichnet), wird kein Ausgabeaufschlag eingefordert. Die Managementgebühr ist dafür höher.

Nominale

Auf diesen Geldbetrag lautet immer ein Finanzinstrument. Das Nominale ist eine Referenzgröße, aus welcher Berechtigungen (in einem Vertrag geregelt) oder Verpflichtungen ihrer Höhe nach abgeleitet werden. Beispiel dafür: Die Höhe von Zinszahlungen. Das Nominale wird auch als Nominalwert oder Nennwert bezeichnet. Es muss immer mit dem Wert des zugrundeliegenden Finanzinstruments dacor gehen. Beispiele dafür wären gewisse Devisen (das könnten unter anderem Zinsswaps sein), die trotz eines möglicherweise hohen Nominales einen Wert von Null aufweisen. Bei den Nennwertaktien spricht man in der Regel nur dann von einem Nominale, wenn man jenen Betrag betrachtet, mit welchem ein Aktionär am Grundkapital einer AG beteiligt ist. Auch hier kann ein erheblicher Unterschied zum aktuellen Börsenpreis der Aktie bestehen.

Nominalwert

Der Begriff Nominalwert ist inhaltlich identisch mit der Bezeichnung Nennwert.

Nominalzins

Anleger investieren in eine Anleihe, um vom Zins auf den Nennwert, also Nominalwert, zu profitieren. Allgemein bezeichnet man mit der Nominalverzinsung die Verzinsung vor Abzug von Steuern mit Beachtung der Inflation.

Obligationenfonds

Ein anderer Begriff für den Obligationenfonds wäre Rentenfonds.

Off-shore Funds

Die Standorte der Sitze von Off-shore-Funds befinden sich in Ländern, in welchen es keine Gesetze für KVGs gibt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Man umgeht bei Off-shore Funds Anlagebeschränkungen oder nutzt die Vorteile von speziellen Steuermöglichkeiten. Das Gegenteil des Off-shore Funds: On-shore Funds.

Offene Fonds

Bei offenen Fonds wird die Anzahl der Anteile nicht von Anfang an begrenzt. Das Gegenteil dafür sind die geschlossenen Fonds. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft gibt, abhängig von der Nachfrage, neue Anteil aus und nimmt ausgegebene Anteile zurück.

Offene Immobilienfonds

Dieser Fonds investiert fast ausschließlich in Immobilien, die von einem Gewerbe genutzt werden oder sich in erstklassiger Innenstadtlage befinden. Ein Teil des Fondsvermögens wird auch flüssig angelegt, damit eine Liquiditätsreserve sichergestellt ist. Diese Sicherheit soll dafür sorgen, dass den Anlegern bei Rückgabe des Fonds möglichst schnell Geld ausgezahlt werden kann. Der offene Immobilienfonds ist ein Investmentfonds. Ein geschlossener Immobilienfonds hingegen eine unternehmerische Beteiligung.

OGA

Den Organismus für gemeinsame Anlagen nennt man OGA. Siehe auch Kapitel OGAW.

OGAW

OGAW-Fonds (also Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere) weisen sehr strenge Struktur-, Informations-, Veranlagungs- sowie Kontrollvorschriften der EU-Investmentdirektive auf. Zu Grunde liegen ihnen die verschiedenen Gesetze in den EU-Ländern zur Verwaltung und zum Vertrieb von Fonds. Die OGAW sollen diese Gesetze harmonisieren. Ein einheitliches Gütesiegel, der sogenannte EUPass, soll das Anlegervertrauen stärken.

Omega

Jener Faktor, um den ein Wertpapier stärker fällt oder steigt als der Basiswert. Das Omega von 5 bedeutet zum Beispiel, dass bei einer Veränderung des Basiswert- Kurses um einen Prozent der Optionsschein um 5 Prozent größer wird (Anmerkung: in vereinfachter Darstellung).

On-shore Funds

On-shore Funds haben ihren juristischen Sitz in Ländern, in welchen strenge Investmentgesetzte gelten. Sie unterliegen einer ständigen Kontrolle im Rahmen des Anlegerschutzes. Das Gegenteil dazu: Off-shore Funds.

Open end

Haben Wertpapiere keine begrenzte Laufzeit, spricht man von Open end Papieren.

Option-Strategie

Diese Strategie bezieht sich auf derivate Finanzinstrumente, bei welchen die Rendite über Optionsprämien erzielt wird.

Optionen

Anleger können mit diesem Finanzinstrument auf steigende oder fallende Kurse wetten. Es handelt sich also um eine sehr spekulative Anlageform. Gesetzt werden kann auf die Preis- bzw. Kursänderung von Aktien, Indizes oder Rohstoffen. Charakteristisch steigen Gewinne und Verluste bei den Optionen überproportional zum Basiswert.

Optionsanleihe

Die Optionsanleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier, das zudem mit dem Recht ausgestattet ist, eine festgelegte Anzahl von Aktien zu einem festen Preis (mit begrenzten Zeitraum) aufzunehmen.

Optionsprämie

Diesen Geldbetrag hat der Käufer einer Option oder eines Optionsscheins dem Stillhalter zu zahlen, wenn der Käufer auf ein Optionsrecht zurückgreifen kann. Man könnte auch sagen: Der Preis, Kurs oder Wert der Option. Bei Nichtausübung des Optionsrechts, verfällt die Option, ohne dass der eingezahlte Betrag zurückgezahlt werden muss.

Optionsschein

Die englische Bezeichnung für Optionsscheine ist Warrants. Die Warrants sind verbriefte Wertpapiere, welche den Inhaber zum Verkauf oder Kauf eines Basiswerts zu einem bestimmten Datum oder zu einem festgelegten Kurs befähigen. Hier kommt die Hebelwirkung zum Tragen. Das Risiko bei Optionsscheinen kann dadurch viel höher als bei anderen Wertpapieren sein. Man sollte die Optionsscheine also nur zu einem geringen Teil dem Depot beimischen.

Order

Die Bezeichnung für einen Wertpapierkauf- oder Wertpapierverkauf-Auftrag ist Order.

OTC

Die deutsche Übersetzung für die Bezeichnung Over-the-Counter ist „über den Ladentisch“. Man verwendet diese Bezeichnung für den Freiverkehrsmarkt der USA in Bezug auf Aktien, Anleihen oder Derivate. Außerdem ist er auch ein Synonym für die beiden Begriffe außerbörslicher Handel und Freiverkehr.

Outperformer

Dieses Investmentprodukt hat eine höhere Wertsteigerung als der jeweilige Benchmark (der Vergleichsindex).

Pari-Kurs

Wird ein Wertpapier zum Nennwert ausgegeben spricht man vom Pari-Kurs. Bei Anleihen hat man grundsätzlich einen Pari-Kurs von 100 Prozent.

Passiv gemanagter Fonds

Bei diesem Fonds ist es nicht notwendig, ein aktives Management zu betreiben. Es bedarf also keiner individuellen Investitionsstrategie des Fondsmanagers. Vielmehr orientiert man sich beim passiv gemanagten Fonds am Index. Siehe auch Kapitel „Indexfonds“ oder „ETF“.

PER

Der PER (price/earnings Ratio) wird im Deutschen als Kurs-/Gewinn-Verhältnis bezeichnet.

Performance

Betrachtet man die prozentuelle Veränderung der Wertentwicklung einer Anlage, betrachtet man die sogenannte Performance. Man bezieht sich hier grundsätzlich immer auf einen bestimmten Zeitraum und berücksichtigt sämtliche Ausschüttungen und Wertsteigerungen. Anlegerkosten (wie der Ausgabeaufschlag oder Depotgebühren) werden dabei nicht eingerechnet. Die Performance eines Fonds (beeinflusst von der Leistung des Fondsmanagements) wird häufig mit dem Benchmark (also dem zugrundeliegenden Vergleichsindex) verglichen.

Performance-Attribution

Die Berechnung des prozentualen Beitrages eines einzelnen Investments an der gesamten Performance eines Fonds, Depots oder Portfolios nennt man Performance-Attribution. Man bezieht sich dabei auf einen Beobachtungszeitraums.

Performance-Chart

Die grafische Darstellung einer Performance, also die Darstellung der Wertentwicklung eines Fonds, nennt man Performancechart. Dargestellt wird die Entwicklung üblicherweise in Prozent oder als Nettoinventarwert.

Performance-Fee

Die Performance-Fee, auch Performancegebühr genannt, ist jene Gebühr, welche als eine Art Managementgebühr eingefordert wird. Abhängig ist diese von der erzielten Performance.

Performance-Index

Die meisten Indizes messen vor allem die Kursbewegung von Wertpapieren. Beim Performance-Index werden zusätzlich noch alle Erträge, welche die Papiere im Index erwirtschaften, berücksichtigt. Die Erträge beinhalten in der Regel die Dividenden oder Zinsen. Der Dax steht exemplarisch für einen anerkannten Performance-Index.

Perzentil

Das Perzentil ist eine statistische Bewertungsgröße. Das 89. Perzentil informiert darüber, dass von der Gesamtheit aller Fonds, welche das Rating behandelt, höchstens elf Prozent besser abschneiden.

Pfandbriefe

Dieses festverzinsliche Wertpapier wird erweitert abgesichert. Diese erweiterte Sicherung kann zum Beispiel eine Hypothek sein. Beim Pfandbrief spricht man also von einer Art der Schuldverschreibung, welche von Hypothekenbanken und öffentlichrechtlichen Banken herausgegeben werden. Hypothekenpfandbriefe werden zur Finanzierung von Immobilien eingesetzt und werden durch das Grundvermögen (Hypotheken oder Grundschulen) abgesichert. Öffentliche Haushalte werden häufig durch öffentliche Pfandbriefe abgesichert.

Politisches Risiko

Der Markt kann durch politische Entscheidungen und Ereignisse stark beeinflusst werden (und somit auch den Kurs einer Aktie oder den Preis eines Fonds). Dieses Risiko bezeichnet man als Politisches Risiko.

Portfolio

Ein Portfolio bildet den Gesamtbestand aller Geldanlagen eines Anlegers. Abhängig von dem Anlegerbedürfnis kann das Portfolio mehr oder weniger breit gestreut sein. Ist das Portfolio breit gestreut, beinhaltet es gerne eine Mischung aus Aktien, Anleihen, liquide Geldanlagen, Rohstoffen und Immobilien.

Portfolio-Konzentration

Die Portfolio-Konzentration ist eine Aussage über die Menge an Einzelpositionen in einem Fonds. Bei vielen Einzelpositionen in einen Investmentfonds geht man von einer niedrigen Portfolio-Konzentration aus. Bei wenigen von einer hohen Konzentration. Ist die Konzentration niedrig, ist auch die Abhängigkeit der Gesamtperformance des Fonds an einem Einzeltitel gering.

Portfolio-Selektion

Die Portfolio-Selektion ist eine Strategie, nach welcher das Fondsmanagement bestimmte Wertpapiere für die Aufnahme in das Portfolio selektiert/auswählt.

Positive Monate in Prozent

Die prozentuelle Angabe jener Monate, in welchen ein bestimmter Fonds eine positive Performance erzielte (bezogen auf einen betreffenden Berichtszeitraums). Je größer der Wert ausfällt, desto erfolgreicher performte der Fonds.

Preischart

Das Preischart (bezeichnet man auch als Kurschart) ist eine Visualisierung der Preisbewegung eines Investmentfonds. Bei der Darstellung bedient man sich an den Nettoinventarwerten (NIW/NAV). Der NAV fällt in der Regel am Ausschüttungstag (den sogenannten Ex-Tag), dies sieht man bei bestimmten Fonds sehr deutlich in der Grafik.

Preisfeststellung (t+0, t+1)

Den Zeitpunkt für die Preisfeststellung beim Erwerb oder der Veräußerung von Fondsanteilen, gibt man mit t+0, t+1 an. Gehen Zeichnungsaufträge bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft oder Vertriebsstelle bis zur Cut-off Zeit ein, wird abhängig von der Preisfeststellung am selben Tag (t+0), am darauffolgenden Bewertungstag (t+1) oder an dem von der Kapitalverwaltungsgesellschaft vorgegebenen Bewertungstag abgerechnet.

Preisindex

Der Preisindex errechnet im Gegenzug zum Performance-Index lediglich die reine Kursentwicklung eines Baskets/Korbes von Aktien oder Anleihen. Zins- als auch Dividendenausschüttungen oder Kapitaländerungen berücksichtig er also nicht. Außerdem versteht man unter einem Preisindex die von amtlichen Stellen (zum Beispiel dem Statistischen Bundesamt) kalkulierte Kennzahl, welche Aufschluss über die Preisentwicklung gibt.

Primäres Research

Bei der Primären Research werden alle Marktdaten und Informationen aufgrund von empirischen Methoden erhoben. Die Kosten dafür können sehr hoch ausfallen. So auch der Zeitaufwand. Aus diesem Grund wird diese Analyse hauptsächlich von großen Unternehmen und großen Banken betrieben.

Prime All Share Index

Die Gesamtentwicklung aller Aktiengesellschaften, welche sich im Prime Standard Segment befinden, wird im Prime All Share Index dargestellt.

Protective Put-Strategie

Wie auch bei der Covered Call-Strategie, wird bei der Protective Put-Strategie eine Put Option (oder auch ein Index-Verkaufsoption) auf eine offene Kassamarkt- Position gekauft. Dadurch wird eine Versicherung erzielt, welche vor dem Risiko eines Kursverfalls schützen sollte. Angewandt wird die Strategie vor allem bei Garantie-Zertifikaten.

Publikumsfonds

Die Anteile eines Publikumsfonds können prinzipiell von jedem gekauft werden. Es gibt also keinen speziellen Anlegerkreis, wie bei Spezialfonds.

Put

Eine Verkauf-Option bezeichnet man als Put. Verbrieft wird mit dem Put das Recht (jedoch nicht die Pflicht, innerhalb einer bestimmten Laufzeit), den zu Grunde liegenden Basiswert zu den Konditionen zu veräußern, welche in der Verkauf- Option festgelegt wurde. Das Gegenteil dazu wäre der Call.

Qualitative Fondsanalyse

Können die quantifizierenden Aspekte im Zusammenhang mit der Bewertung eines Fonds nur schwer untersucht werden, bedient man sich der qualitativen Fondsanalyse. Sie zählt zum Teilbereich der dualen Fondsanalyse (Fund Research). Dazu zählen die Qualität des Fondsmanagements oder der Fondsmanagementgesellschaft, die Art des Investmentansatzes sowie rechtliche, steuerliche oder ökonomische Faktoren.

Quantitative Fondsanalyse

Können die qualitativen Aspekte im Zusammenhang mit der Bewertung eines Fonds nur schwer untersucht werden, bedient man sich der quantitativen Fondsanalyse. Sie zählt zum Teilbereich der dualen Fondsanalyse (Fund Research). Dazu zählen die Analyse des Handelsvolumen, Ertrags-, Risiko- oder andere Kennzahlen eines Fonds.

Quantitative-Strategie

Die Quantitative-Strategie ist eine Trendfolge, bei welcher ein Algorithmus festgelegt wurde. Man spricht hier vor allem von computerbasierenden Handelsstrategien. Diese Strategien dient der Überwachung des globalen Wertpapier-, Termin-, oder Devisenmarktes. Im Normalfall hat das Fondsmanagement aufgrund der Automatisierung auf diese Strategie wenig Einfluss.

Quartalsergebnis

Spricht man vom Quartalsergebnis, spricht man von einer Zwischenbilanz nach drei Monaten. Dieses Ergebnis wird in der Regel mit vergangenen Quartalsergebnissen verglichen.

Quartil

Das Quartil ist eine (statistische) Größe zur Bewertung. Die Gesamtheit aller Fonds wird in vier Quartile aufgeteilt. Die Aufteilung bezieht sich auf bestimmte Kennzahlen. Man nennt diese Kennzahlen Quartile (0-25., 25-50., 50. bis 75. und 75.-100. Perzentil). Beinhaltet ein Quartil die besten Fonds weist es ein Perzentil 75. oder höher auf.

Quellensteuer

Die Quellensteuer bezieht sich auf Einkünfte. Diese wird direkt an der Quelle eingezogen. Danach muss die Quellensteuer an das zuständige Finanzamt gezahlt werden.

R2

R2 ist ein Maß für die Güte der Anpassung der Regression. Es soll widerspiegeln, welchen Bezug der Ertrag eines Fonds zum Benchmark (also zum Refernzindex) hat. Das maximale R2 hat einen Wert von 1. Das heißt: Ein Fonds wird zu hundert Prozent vom Referenzindex bestimmt. Ein Fonds mit R2 von 0,5, entwickelt sich zu 50 Prozent mit der Entwicklung des Index. Je weiter diese Zahl signifikant unter 1 liegt, desto unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Referenzindex.

RAP - Risk Adjusted Performance

Die Kennzahl RAP errechnet sich aus der erzielten Wertentwicklung (Performance) und dem dabei eingegangenen Risiko (Volatilität). Herangezogen wir die RAP vor allem dann, wenn ein Fonds mit einem Alternativprodukt verglichen wird. Mit der RAP kann eine Rangfolge gebildet werden: Ein Fonds wird umso besser beurteilt, wenn der Prozentwert seiner errechneten Kennzahl hoch ist. Mittels eines Hebelungsfaktors wird bei der Berechnung der RAP das jeweilige Risiko aller zu vergleichenden Fonds an das Risiko des Referenzindex angepasst. Abhängig vom Risiko kann die Rendite eines Fonds dadurch höher oder geringer ausfallen. Ist die Volatilität eines Fonds höher als die des Benchmark, wird ein Teil des Fondsvermögens verkauft und danach zum risikofreien Zinssatz angelegt.

Rating

Sie gibt Anlegern Auskunft, wie die Kreditwürdigkeit eines Wertpapier-Herausgebers (Emittent) eingeschätzt wird. Die Einschätzung mit anschließender Bewertung wird von Ratingagenturen übernommen.

Ratingagentur

Wertpapiere werden kontinuierlich von unabhängigen Unternehmen bewertet. Diese Unternehmen kennt man unter dem Begriff Ratingagenturen.

Realzins

Zieht man vom Nominalzins einer Anlage die Inflation ab, erhält man den Realzins.

Rechnungsjahr

Bezieht sich ein Rechenschaftsbericht auf ein bestimmtes Geschäftsjahr spricht man hier vom Rechnungsjahr. Die Veröffentlichung in den Anlegerinformationen ist für alle Kapitalverwaltungsgesellschaften verpflichtend.

Regionalfonds

Regionalfonds investieren ihr Fondsvermögen in Wertpapiere bestimmter Ländergruppen wie zum Beispiel Lateinamerika, die Europäische Union, Skandinavien, Naher Osten.

Regionen-/Länderaufteilung

In der Regionen- oder Länderaufteilung wird angezeigt, in welche Regionen und Länder ein Fonds anlegt.

Rendite

Sie gibt die Wertentwicklung einer Anlage in einem bestimmten Zeitraum an. Man versteht unter der Rendite auch die Verzinsung (in Prozent ausgedrückt) des eingesetzten Kapitals. Errechnen lässt sich die Rendite, wenn man die Summer der Erträge nimmt und diese durch das eingesetzte Kapital dividiert. Multipliziert man das Ergebnis mit 100, erhält man die Rendite in Prozent.

Renten

Man kennt die Anleihe in der Finanzsprache auch als Rente.

Rentenfonds

Diese Fonds investieren vorwiegend in festverzinsliche Wertpapiere. Die Anleihenart kann sich unterscheiden: Es gibt Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Bankschuldverschreibungen. Aufgeteilt werden die Rentenfonds in Länder und Regionen sowie deren Anleiheart.

Rentenlücke

Die Differenz aus dem letzten Nettoeinkommen eines Arbeitnehmers und der Höhe der Rente bezeichnet man als Rentenlücke. Es gilt grundsätzlich: Die Rentenlücke ist umso höher, je höher das Nettoeinkommen ausfällt. Der Erwerb von Investmentfonds kann es ermöglichen, dass der Arbeitnehmer seinen Lebensstandard im Rentenalter weiterführen kann. Weitere Vorsorgeoptionen wären der Kauf von Immobilien oder andere private Vorsorgeprodukte (zum Beispiel die Riester-Rente).

Replikation

Bildet ein Fonds einen Index nach, gibt es zwei unterschiedliche Arten von Replikationen: Die erste Art bezieht sich auf den Ankauf aller Wertpapiere, die im Index enthalten sind. Berücksichtigt wird dabei deren Gewichtung (volle Replikation). Bei der zweiten Art wird der Index mit Hilfe von Derivaten nachgebildet (synthetische Replikation oder swap-basierte Replikation). Das Fondsmanagement investiert in Swaps, um damit die Performance des Index abbilden zu können.

Research

Das englische Wort für Analyse ist Research. In der Wirtschaft bezeichnet man damit eine umfassende Untersuchung eines Wertpapiers oder eines Unternehmens. Bei Wertpapieren werden die Ursachen für Kurssteigerungen oder -verlusten analysiert, um später Prognosen erstellen zu können. Die Analyse von Unternehmen soll der Einschätzung der zukünftigen Unternehmensentwicklung dienen. Herangezogen werden hier unternehmensinterne, branchenspezifische oder konjunkturelle Faktoren.

Restlaufzeit

Der Zeitraum, welcher zwischen dem aktuellen Datum und dem Ablauf- beziehungsweise Fälligkeitstermin eines Wertpapiers verbleibt.

Restschuld

Endet die Zinsbindungsfrist ergibt sich ein bestimmter Betrag, der vom Schuldner noch zu tilgen ist. Man spricht von der Restschuld. Zieht man die bereits erfolgten Tilgungen von der gesamten Darlehenssumme ab, erhält man die Restschuld.

Risiko

Innerhalb der Fondsanlagen gibt es viele unterschiedliche Risiken. Diese Risiken können die Entwicklung des Fonds negativ beeinflussen. Risiken können sein: Inflations-, Konjunktur-, Länder-, Währungs-, Liquiditäts-, Marktrisiken oder steuerliche Risiken.

Risikokennzahlen

Für Fonds gibt es einige Kennzahlen, die Aufschluss zum Risiko bringen können: die Volatilität, der Tracking Error, die Duration (bei Rentenportfolios) sowie das Beta. Des weiteren nimmt man Kennzahlen zur Hand, die die Risikorentabilität angeben, wie zum Beispiel die RAP (Risk Adjusted Performance) oder die Sharpe Ratio.

Robo-Advisor

Die Anspielung auf den Begriff „Roboter-Berater“ ist eindeutig. Unter einem Robo- Advisor versteht man eine technische Lösung, die fertige Anlageempfehlungen verspricht. Anleger erhalten Ihre Empfehlungen also auf Basis eines Algorithmus.

Rohstofffonds

Die Rohstofffonds bilden einzelne Rohstoffe (zum Beispiel Edelmetalle, Industriemetalle, Agrarrohstoffe) sowie Rohstoff-Baskets oder Rohstoff-Indizes der internationalen Rohstoffmärkte ab. Optimiert werden öfters die Gewichtungen und Rollrenditen. Teilweise erfolgen Investitionen dann auch physisch.

Rücknahme (von Fondsanteilen)

Bei einem offenen Fonds verpflichtet sich die Investmentgesellschaft, Fondsanteile börsentäglich zum Rücknahmepreis zurückzunehmen.

Rücknahmegebühr

Bei manchen Fondsgesellschaften ist es üblich, dass eine Gebühr für die Rücknahme von Fondsanteilen anfällt. Oftmals staffelt man diese Gebühr auch nach der Dauer, innerhalb welcher die Fondsanteile gehalten wurden.

Rücknahmepreis

Der aktuelle Wert Ihres Fondsanteils ist in der Regel gleich hoch wie der Rücknahmepreis. Außer die Fondsgesellschaft behält es sich vor, einen Rücknahmeabschlag bei der Rückgabe des Anteils zu verrechnen. Dann fällt der Rücknahmepreis kleiner aus als der Anteilswert.

Scharia-Board

Den religiösen Beirat nennt man Scharia-Board. Dieser ist vergleichbar mit einem Aufsichtsrat bei konventionellen Finanzinstituten. Das Scharia-Board bezeichnet das wichtigste Gremium im Sektor des Islamic Banking. Es hat die Aufgabe, Scharia-Konformität von Finanzprodukten und sämtliche Prozesse der Finanzinstitute mit islamischen Hintergrund zu überwachen. Dabei werden auch neue Finanzprodukte zertifiziert.

Schuldverschreibungen

Eine Schuldverschreibung kennt man auch unter dem Begriff Anleihe. Es handelt sich also um ein festverzinsliches Wertpapier.

Schwellenländer

In der Finanzwelt bezeichnet man diese Länder als Emerging Markets. Diese Länder stehen an der Schwelle, zu Industrieländern zu werden. Siehe auch Kapitel „Emerging Markets“.

SDAX

Im SDAX sind ab dem 24. September 2018 anstatt bisher 50 dann 70 Titel enthalten. Hierbei sind dies kleinere Unternehmen, sogenannte Small Caps. Die Aufstockung wurde notwendig, da durch die Einführung des neuen Doppel-Listings von Technologieaktien, die Aktien von 16 Unternehmen, die bislang nur im TecDAX enthalten waren, nun auch im SDAX auftauchen. Zusätzlich kommen einige ehemalige MDAX-Titel in den SDAX, da einige TecDAX-Werte künftig gleichzeitig im MDax vorkommen.

Sekundäres Research

Jenes Fund Research, welches von externen Analysten (also gegensätzlich zum Primären Research) durchgeführt wird, nennt man Sekundäres Research. Es wird also nicht von den Mitarbeitern eines Unternehmens selbst durchgeführt.

Sekundärmarkt

Werden bestimmte Wertpapiere des außerbörslichen und börslichen Handels, welche bereits im Umlauf sind, schon innerhalb derer Laufzeit weiter an- und verkauft, spricht man vom einem Sekundärmarkt. Das Gegenteil des Sekundärmarkts ist der Primärmarkt, also die Emission von Wertpapieren.

SEPA

Die Abkürzung für Single Euro Payments Area ist SEPA. Die deutsche Übersetzung dafür wäre: einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Die Verwendung der internationalen Bankkontonummer (IBAN) und der internationalen Bankleitzahl (BIC) stellt eines der wichtigsten Merkmale der SEPA dar. Man verwendet diese nun anstelle der Kontonummer und der Bankleitzahl.

Sharpe-Ratio

Jene Kennzahl, welche die erzielte Überschussrendite, pro übernommene Risikoeinheit, abbildet. Die Überschussrendite eines Fonds wird ins Verhältnis zu seiner Volatilität gestellt. Die Sharpe-Ratio ist besonders dafür geeignet, einen Fonds mit Alternativprodukten zu vergleichen. Es lässt sich eine Rangfolge erstellen: Je höher der Wert seiner errechneten Kennzahl ist, desto besser kann der Fonds eingestuft werden.

Short

Gehen Sie als Anleger „short“, verkaufen Sie für gewöhnlich Wertpapiere in Form von Leerverkäufen. Sie setzen dabei auf die Erwartung, dass die Kurse fallen. Ein Short ist also ein englischer Begriff für eine Verkäuferposition. Ein Hedgefonds-Manager veräußert geliehene Wertpapiere, welche im Optimalfall möglichst überwertet sind und hofft, diese später zu einem niedrigeren Börsenkurs zurückkaufen zu können.

Short-Position

Einen Leerverkauf von überwerteten Papieren, nennt man Short-Position. Der Anleger geht dabei von fallenden Kursen aus.

SICAV

Die SICAV (Société d'Investissement à Capital Variable) kennt man als eine besondere Art von Aktiengesellschaft, welche ein Mindestkapital und besondere Gesellschaftsorgane voraussetzen, die vor allem in Frankreich und Luxemburg, zu finden sind. Ein besonderes Merkmal der SICAV ist das variable Kapital der Gesellschaft, das immer mit dem aktuellen Nettoinventarwert aller Fonds dacor geht, welche dieser Gesellschaft angehören. Einen Nominalwert von Anteilsscheinen gibt es bei der SICAV nicht. Man kann hier ausschließlich die Anlage des Gesellschaftskapitals in Wertpapiere (unter der Berücksichtigung der Regelung einer Risikodiversifikation) als Gesellschaftszweck der Rechtsform SICAV benennen.

Small Caps

Die Aktien kleiner Aktiengesellschaften heißen Small Caps.

Small-Cap-Fonds

Die englische Bezeichnung „small capitalization“ wird mit Small-Cap abgekürzt. Die Small-Cap-Fonds investieren das Fondskapital vorwiegend oder sogar ausschließlich in Unternehmen mit einer geringen Börsenkapitalisierung.

Soft-Close

Die Mittelflüsse von Neuanlegern in einen Fonds können mit zwischenzeitlichen Maßnahmen begrenzt werden. Diese Maßnahmen nennt man Soft-Close. Bestehende Anteilinhaber haben teilweise die Möglichkeit, weiter in den Fonds zu investieren.

Sollzins

Dieser Zinssatz hängt vom vereinbarten Darlehensnennbetrag (Nominaldarlehen) ab. Er bezieht ich auf ein Jahr.

Sondertilgung

Zahlen Sie als Kreditnehmer zusätzlich Geld zurück, das über die regelmäßige, vereinbarte Tilgung hinausgeht, spricht man von einer Sondertilgung. Das Recht für diese Zahlungen muss im Darlehensvertrag vereinbart sein. Unter Umständen lehnt die Bank sonst die Sondertilgung ab oder verlangt eine Vorfälligkeitsentschädigung. Der Großteil aller Banken bietet aber im Interesse des Darlehensnehmers ein Recht an, das Sondertilgungen ermöglicht. In der Regel darf eine Sondertilgung 5 bis 10 Prozent der Darlehenssumme pro Jahr betragen.

Sondervermögen

Traditionell wird ein Fonds als Sondervermögen aufgelegt. Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (beziehungsweise Fondsgesellschaft) verwaltet alle Vermögensgegenstände des Fonds. Verwahrt wird dieses Vermögen bei einer Depotbank, welche die Aufgabe einer unabhängigen Verwahrstelle übernimmt. Das Sondervermögen des Anlegers ist rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Die Fondsgesellschaft verwaltet dieses zwar treuhänderisch, doch Anleger genießen einen Insolvenzschutz. Geht die Gesellschaft pleite, haben Anleger laut Gesetzt trotzdem das Recht auf ihren gekauften Fondsanteil.

Sparerfreibetrag

Pro Anleger beträgt der Sparerfreibetrag in Deutschland 801 Euro. Bei Ehepaaren beträgt dieser (im Falle einer Zusammenveranlagung) 1602 Euro. Bis zu diesen Beträgen kann ein Freistellungsauftrag erteilt werden.

Sparplan

Mittels eines Sparplans kann man als Anleger durch die Einzahlung von Beträgen (in regelmäßigen zeitlichen Abständen) Investmentanteile kaufen. Der Anleger nutzt dadurch den Benefit des Durschnittskosteneffektes (Cost-Average-Effekt). Er muss so nicht mehr entscheiden, wann der optimale Anlagezeitpunkt ist.

Spezialfonds

Spezialfonds sind eine individuelle Investmentlösung für Anleger mit institutionellen Hintergrund. Im Gegensatz zu den Publikumsfonds kann nicht jeder in sie investieren. Maximal dürfen 30 verschiedene Anteilinhaber (institutionell) am gesamten Fondsvermögen beteiligt sein. Spezialfonds werden häufig von Versicherungsgesellschaften, Stiftungen oder Unternehmen aufgelegt.

Spezialitätenfonds

Manche Fonds haben recht spezielle Anlageziele. Diese Fonds investieren in spezielle Branchen, wodurch das Risiko um ein Vielfaches höher ist und welche daher die risikobewussteren Anleger ansprechen.

Spread

Ein Spread ist eine weitere Bezeichnung für die Handelsspanne von börsennotierten Wertpapieren. Er ergibt sich aus dem Unterschied von An- und Verkaufskurs eines Papiers.

SRRI

Diese Risiko-Kennzahl wird von der Investmentgesellschaft festgelegt. Sie basiert inhaltlich auf einer vorgeschriebenen Volatilitätsberechnung. Berücksichtigt wird bei der Volatilitätsformel die durchschnittliche Volatilität der letzten fünf Jahre. Siehe auch Kapitel „Volatilität“.

Staatsanleihen

Gibt ein Staat Anleihen, also festverzinsliche Wertpapiere, heraus, spricht man von Staatsanleihen.

Standardabweichung (Standard Deviation)

Die Volatilität nennt man im Fachjargon auch Standardabweichung.

Steueroptimierte Fonds

Die Minimierung der Erträge (welche steuerpflichtig sind) haben bei steueroptimierten Fonds höchste Priorität. Diese Steueroptimierung nimmt üblicherweise das Fondsmanagement vor.

Steuerstatus

Unterschieden werden kann bei Fonds zwischen steuerlich intransparenten und transparenten Fonds. Inländische und ausländische Fondsgesellschaften verpflichten sich, die Besteuerungsgrundlagen (jene Grundlagen, die für die Anteilseigner notwendig sind) im elektronischen Bundesanzeiger zu publizieren. Erfolgt keine Publikation stuft man diesen Fonds als steuerlich intransparent ein.

Stop-Loss-Limit

Wenn der Anleger ein Stop-Loss-Limit setzt, wird der Auftrag zum Verkauf des Wertpapiers automatisch ausgeführt, wenn der Kurs den festgelegten Wert unterschreitet.

Strategie-Zertifikate

Bei diesem Papier, wird die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Aktienportfolios abgebildet. Zudem wird auf eine Outperformance abgezielt.

Strategiefonds

Verfolgt ein Fonds eine Strategie auf mehrere Assetklassen, spricht man von einem Strategiefonds.

Streubesitz

In Verbindung mit der Marktkapitalisierung kennt man auch die Berechnung des Streubesitzes. Der Streubesitz ist die Maßangabe, wie viele Aktien einer Gesellschaft frei gehandelt werden. Werden Aktien langfristig gehalten, fließen diese in die Maßangabe nicht mit ein, sondern werden von der Gesamtzahl an Aktien abgezogen. Die Zahl an Aktien, welche übrig bleibt, wird mit dem aktuellen Börsenkurs multipliziert und ergibt den Wert des Streubesitzes.

Stripping

Zerlegt man ein komplexes Finanzinstrument in einzelne Bestandteile (Abtrennung von Optionsrechten) und bewertet oder handelt dieses danach getrennt, spricht man vom Stripping.

Strukturierte Produkte

Strukturierte Produkte stellen eine flexible Anlageform dar. Grundsätzlich besteht hier eine Verknüpfung vom neuen Finanzprodukt zu einem Kapitalschutzelement mit einer Ertragskomponente (häufig ist dieses ein festverzinsliches Wertpapier) beziehungsweise Risikokomponente (Optionen, Indizes, Aktien, Währungen). Diese Verknüpfung nimmt der Emittent vor.

Stückorder

Eine Order, bei welcher eine gewisse Anzahl an ganzen Fondsanteilen erworben wird, nennt man Stückorder.

Stückzinsen

Die Stückzinsen fallen vom letzten Zinszahlungstermin bis zum Kauftag der Anleihe an. Der Anleger muss diese Zinsen an den Verkäufer der Anleihe zahlen. Das hat den folgenden Grund: Der Anleger erwirbt den Zinsanspruch des Verkäufers, der seit der letzten Zinszahlung für den Verkäufer entstanden ist, mit. Das heißt, dass der Anleger die volle Zinszahlung beim nächsten Zinstermin vom Anleihenherausgeber erhält. Ein Teil davon steht aber eigentlich dem Verkäufer zu.

Subfonds

Einzelne Investmentfonds (Teilfonds), welche man der Gruppe der Umbrella Fonds zuordnet, bezeichnet man als Subfonds. Jeder einzelne Fonds in den verschiedenen Marktsegmenten unterliegt klaren rechtlichen Bestimmungen. Das gleiche gilt für das gleiche Anlageprinzip sowie der gleichen Gebührenordnung. Soll ein weiterer Subfonds unter dem Dach eines bereits genehmigten Umbella-Fonds zugeordnet werden, ist das unkompliziert möglich. Der Grund dafür sind die nur weniger neu zu überprüfenden Anlagekriterien.

Substanzwerte

Genießen Aktien eines bestimmten Unternehmens eine gute Stellung am Markt, spricht man von Substanzwerten. Diese Aktien haben also sprichwörtlich Substanz. Vorausgesetzt wird, dass diese Substanzwerte auch weiterhin ein stabiles Geschäft gewährleisten. Siehe auch Kapitel „Value-Ansatz“.

Swap

Ein Swap verbrieft ein Tauschgeschäft. In einem Swap-ETF befinden sich ausgewählte Wertpapiere, mit denen die Wertentwicklung des Index nachgebildet wird. Häufig ermöglichen die Mutterbanken der Fondsanbieter diese Form von Geschäft. Sie dienen als Tauschpartner.

Swap-basiert

Ein Swap-basierter ETF bedient sich an Swap-Lösungen, damit die Wertentwicklung eines Index abgebildet werden kann. Swap ist der englische Begriff für Tausch. Generell versteht man darunter eine Vereinbarung zwischen zweier Parteien, um in der Zukunft Zahlungsströme (Cash Flows) austauschen zu können. Man erwirbt somit mit einem Swap-basierten ETF die Wertentwicklung des Index, jedoch nicht die wirklichen Wertpapiere im Index.

Switch

Der Tausch eines Investmentfonds wird als Switch bezeichnet.

Synthetischer Benchmark

Ein Benchmark, also ein Vergleichsindex, welcher sich aus mehreren Indizes zusammensetzt, wird in der Finanz-Sprache als synthetischer Benchmark bezeichnet.

Systematisches Risiko

Eine andere Bezeichnung für das Marktrisiko ist das Systematische Risiko.

TecDAX

Im TecDAX sind die 30 größten und liquidesten Werte aus der Technologiebranche enthalten. Der TecDAX gehört zur DAX-Familie. Im TecDAX sind nur jene Unternehmen enthalten, welche sich in den gegenwärtig fortlaufend gehandelten Technologiewerten des Prime Standard-Segment befinden.

Technology All Share Index

Die Technologieunternehmen, welche sich unterhalb des DAX befinden und sich im Prime Standard Segment befinden, werden im Technology All Share Index zusammengefasst.

Teil replizierend

Wird ein Index im Fonds nur teilweise direkt repliziert, spricht man von einem teil replizierten Fonds.

TER

Die Abkürzung für Total Expense Ratio ist TER. Im Deutschen kennt man TER unter dem Begriff Gesamtkostenquote. Die Gesamtkostenquote gibt an, mit welchen Kosten man bei einem Investmentfonds, bezogen auf ein Jahr, rechnen muss. Der TER fällt zusätzlich zum Ausgabeaufschlag an. Er fasst die Gebühren für die Verwaltung, also für die Fondsgeschäftsführung, sämtliche Wirtschaftsprüfer, Betriebskosten zusammen. Die Aufwendungen und damit verbundenen Kosten für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren fließen nicht in den TER ein. Das gleiche betrifft erfolgsabhängige Gebühren.

Terminkontrakt

Dieser Vertrag zwischen zwei Vertragspartnern dient als Abkommen, ein bestimmtes Geschäft zu einem späteren Zeitpunkt abzuschließen. Der Preis für dieses Geschäft steht aber schon von Anfang an fest.

Themenfonds

Verfolgt ein Investmentfonds ein spezielles Investmentthema, spricht man von einem Themenfonds. Ein Beispiel dafür wären: Investitionen in Aktien von Unternehmen, welche einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften setzen. Siehe auch Kapitel „Länder-/Regionenfonds“ und „Branchenfonds“.

Thesaurierende Fonds

Die Erträge eines thesaurierenden Fonds werden erneut investiert und nicht an die Anleger ausgezahlt. Das Fondsvermögen erhöht sich dadurch. Das Gegenteil dazu verkörpert der ausschüttende Fonds, bei welchem die Fondserträge in regelmäßigen Abständen wiederangelegt oder auf das Giro-Konto der Anleger überwiesen werden.

Thesaurierung

Der Eigentümer von Fondsanteilen erhält beim thesaurierenden Fonds keine Ausschüttung. Die Erträge des Fonds verbleiben im Fondsvermögen.

Tigerländer

Asiatische Schwellenländer deren Wirtschaft enorm dynamisch wächst, nennt man Tigerländer. Die Tigerländer sind im asiatisch-pazifischen Raum angesiedelt.

Tilgung

Die Tilgung ist als Anteil einer Rate fällig, die ein Darlehensnehmer an den Darlehensgeber zurückzahlen muss. Die Tilgung berücksichtigt keine Zinszahlungen. Diese werden den einzelnen Tilgungsbeträgen zusätzlich aufgeschlagen.

Tilgungsdauer

Sie gibt Darlehensnehmern die Laufzeit an, die bis zur völligen Entschuldung vergehen muss. Vorausgesetzt wird, dass der Darlehensnehmer seinen Tilgungs- sowie Zinspflichten nachkommt.

Timing

Anleger suchen stets den perfekten Zeitpunkt für den Erwerb und die Veräußerung von Wertpapieren. Der perfekte Zeitpunkt sollte im Idealfall den maximalen Kursgewinn versprechen. Bei der Wahl des Zeitpunkts spricht man vom Timing. Eine möglichst genaue Markteinschätzung ist für die Wahl des perfekten Timing essentiell.

Top Holding

Einige Wertpapiere oder Anlagen können einen großen Anteil am Fondsvermögen einnehmen. Jene Papiere, die den größten Anteil am Vermögen darstellen, bezeichnet man als Top Holdings.

Top-down-Analyse

Vom Großen zum Kleinen analysiert ein Fondsmanager oder ein Aktieninvestor das Umfeld der Unternehmen, die Investitionspotenzial bieten. Bevor also einzelne Betriebe detailliert geprüft werden, verschafft man sich Einblick in das wirtschaftliche Umfeld von Regionen und Branchen.

Total Return Index

Ein anderer Begriff für die Performance einer Anlage ist: Total Return Index.

Tracking Error

Die Standardabweichung der Differenzrendite zwischen einem Portfolio und einem Benchmark nennt man Tracking Error (kurzL: TE). Dieser bezieht sich immer auf einen bestimmten Beobachtungszeitraum. Damit stellt er ein Maß für die Abweichung der Wertentwicklung eines Fonds von einem Benchmark dar. Der Tracking Error geht dacor mit der Volatilität (also der aktiven Rendite eines Investmentfonds). Man nutzt den TE also auch als ein Maß, um die Schwankung der Abweichung der Portfoliorendite zu benennen.

Trader

Eine Person, welche Wertpapiergeschäfte auf eigene Rechnung umsetzt, nennt man Trader. Das Gegenteil des Traders ist der Broker oder Makler.

Transaktionskosten

Einige Depotbanken erheben für den Handel mit Fonds Transaktionskosten. Diese können in ihrer Höhe prozentual bezüglich des Transaktionsvolumens oder als Pauschale erhoben werden.

Treasury Bills

Eine kurzfristige Staatsanleihe (in Großbritannien und USA) nennt man Treasury Bills. Meist hat sie eine Laufzeit von 90 Tagen.

Trendfolge-Strategie

Spricht man in der Finanzwelt von einer sogenannten prozyklischen Anlagestrategie (oder Trendfolge-Strategie), erwirbt man jene Wertpapiere, deren Kurse sich (in einem speziellen Zeitraum) besonders gut entwickelt haben und sich in dieser Zeit in einem Trend befinden.

Treynor-Ratio

Wie errechnet sich die Kennzahl Treynor-Ratio? Die Überschussrendite eines Fonds wird gegenüber einer risikolosen Verzinsung ins Verhältnis zum Beta-Fakor gesetzt. Erfahrungsgemäß steigt der Wert der Treynor-Ratio, wenn die Überschussrendite ansteigt oder/und der Beta-Faktor abnimmt. Besonders geeignet ist die Treynor-Ratio zum Vergleich eines Fonds mit Alternativprodukten. Es lässt sich eine Rangfolge aufstellen: Ein Fonds wird besser beurteilt, je höher der Wert des Treynor-Ratios ist.

Umbrella-Fund

Als Umbella-Fund bezeichnet man ein übergeordnetes Fondskonzept mit klaren rechtlichen Grundlagen, welches mehrere Unter- beziehungsweise Subfunds enthält. Verwaltet wird der Umbrella-Fund von einer Investmentgesellschaft. Mit diesen Fonds wird dem Anleger eine Investition in verschiedene Schwerpunkte ermöglicht.

Umlaufsrendite

Die Durchschnitts-Rendite aller sich im Umlauf befindlichen, festverzinslichen Wertpapieren, nennt man Umlaufrendite. Sie wird regelmäßig von der Bundesbank berechnet.

Umschlagshäufigkeit

Wird ein Zeitraum angegeben, in dem sich ein Portfolio durch An- und Verkäufe vollständig ändert, spricht man bei diesem Zeitraum von der Umschlaghäufigkeit.

Underlying

Ein Wertpapier (oder ein anderer Referenzwert), auf welchem ein Derivat (bzw. derivates Finanzprodukt) beruht, nennt man Unerlying. Man kennt das Underlying auch unter den Begriff Basiswert. Siehe Kapitel „Basiswert“.

Underperformer

Entwickelt sich der Wert einer Aktie schlechter als der Benchmark (Gesamtmarkt bzw. Vergleichsindex) spricht man von einem Underperformer.

Unsystematisches Risiko

Betrifft ein Risiko nur eine bestimmte Branche oder ein bestimmtes Unternehmen, nennt man dieses Risiko auch unsystematisches Risiko. Es betrifft also nicht die gesamte Volkswirtschaft. Das Gegenteil des unsystematischen Risikos ist das Marktrisiko (systematisches Risiko). Unfälle, eine schlechte Branchenentwicklung oder klassische Managementfehler können dem unsystematischen Risiko zugeordnet werden.

Unternehmensanleihen

Herausgeber dieser Anleihen sind ausschließlich Unternehmen. Also keine Staaten oder Länder. Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere.

Unze

Die Unze ist eine Gewichtseinheit. Bei der Angabe des Gewichts von Edelmetallen (Gold und Silber), spricht man von einer Feinunze. Diese gibt lediglich den Reinanteil des Edelmetalls an. Verunreinigungen zieht man vom Gesamtgewicht ab. 31,1 Gramm ergeben eine Feinunze. Üblich ist es am Weltmarkt diese Preise in US-Dollar pro Feinunze anzuführen.

Value at Risk

Den maximalen Verlust eines Fonds kann man mit der Risikokennzahl „Value at Risk“ ermitteln. Im Normalfall und innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums mit Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit von Irrtümern. Mit der Risikokennzahl wird die Angabe einer bestimmten Wahrscheinlichkeit ermöglicht, welche Höhe des maximalen Verlust der Fonds nicht übertreffen wird.

Value at Risk-Konzept

Dieses statistische Verfahren dient zur Berechnung des Verlustpotenzials eines Fondsportfolios bei Änderungen des Kurses der enthaltenen Wertpapierpositionen.

Value-Ansatz

Beim Value-Ansatz setzt das Fondsmanagement auf Werthaltigkeit. Dabei erwerben die Fondsmanager vorzugsweise Aktien, die im Vergleich zu denen von Wettbewerbern oder zum Gesamtmarkt besonders günstig bewertet sind.

Variabler Zins

Dieser Zins kann auch während der Laufzeit eines Darlehens an den aktuellen Marktzins angepasst werden. Eine Zinsbindungsfrist entfällt dadurch.

Venture Capital Fonds

Übersetzt man Venture Capital ins Deutsche, kommt man auf „das Wagniskapital“ oder das Risikokapital. Der Venture Capital Fonds ermöglicht den Anlegern eine indirekte Beteiligung an noch jungen Unternehmen. Die Anleger investieren also über einen Fonds Wagniskapital in Startups, mit den Erwartungen hoher Renditen verbunden mit einem erhöhten Risiko.

Verfügbarkeit

Die KVG verpflichtet sich, Fondsanteile börsentäglich zurückzunehmen. Der Kunde hat das Recht, jederzeit (ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist) seine Fondsanteile zu verkaufen. Eine Ausnahme dabei bilden die Immobilienfonds.

Vergleichsindex

Einen Vergleichsindex kennt man in der Finanzbranche auch als Benchmark. Siehe Kapitel „Benchmark“.

Verkaufsprospekt

Die Veröffentlichung eines Verkaufsprospekt (für Sondervermögen/Fonds) ist für die Kapitalverwaltungsgesellschaften verpflichtend. Damit sich der Anleger über sämtliche Anlagen und den damit verbundenen Risiken ein Urteil zur Anlage bilden kann, muss dieser die entsprechenden Angaben enthalten.

Verkehrswert

Dieser Wert bezieht sich häufig auf Vermögensgegenstände wie Grundstücke oder Gebäude. Der Verkehrswert gibt den Wert an, den man jederzeit erzielen kann, sollte man den Vermögensgegenstand freihändig verkaufen.

Vermögensaufstellung

Eine Übersicht zum Bestand des Fondsvermögens gibt die Vermögensaufstellung. Die Investmentgesellschaft führt eine Vermögensaufstellung in ihrem Rechenschaftsbericht an.

Vermögensaufteilung

Aufgrund der Vermögensaufteilung erkennt man, in welche Vermögensklassen ein Fonds anlegt. Zum Beispiel: Anleihen, Zertifikate, Aktien.

Vermögensverwaltung

Werden Wertpapiervermögen oder andere Vermögensteile von Banken, Versicherungen oder unabhängige Vermögensverwalter verwaltet, spricht man von einer Vermögensverwaltung. Der Verwalter trifft die Anlageentscheidung selbständig, nachdem er mit dem Kunden die Anlagegrundsätze vereinbart hat.

Vermögenswirksame Leistung (VL)

Der Arbeitgeber und der Staat fördern unter bestimmten Voraussetzungen, die Vermögenswirksame Leistung (VL) - die VL dienen also der Vermögensbildung des Arbeitsnehmers.

Vertriebsgebühr

Als Vertriebsgebühr wird auch der Ausgabeaufschlag, der beim Kauf von Fonds erhoben wird, bezeichnet, weil dieser als Provision an den Vertrieb zurück fließt.

Vertriebszulassung

Damit man eine Vertriebszulassung erhält, bedarf es eine Erfüllung der Auflagen einer zuständigen Aufsichtsbehörde. Fondsvermittler und Banken werden streng überprüft. Profitieren können Fonds durch UCITS IV, einer vereinfachten EU-weiten Vertriebszulassung, welche bei der Aufsichtsbehörde im Heimatstaat des Fonds erfolgt.

Verwaltetes Vermögen

Die Gesamtheit aller von einer Fondsgesellschaft verwalteten Fondsvolumina nennt man Verwaltetes Vermögen.

Verwaltungsgebühren

Für das Management eines Fonds fallen in der Regel Gebühren an. Diese Gebühren bezeichnet man als Verwaltungsgebühren.

Verwaltungskosten

Fallen für die Verwaltung von Gebäuden, insbesondere der Gebäude mit Eigentumswohnungen, Kosten an, spricht man von den Verwaltungskosten. Diese gehen im Regelfall direkt an die Hausverwaltung und werden vom Wohnungseigentümer gezahlt.

Volatilität

Marktschwankungen können statistisch erfasst werden, allerdings ist dafür die Angabe durch eine Maßeinheit erforderlich. Dieses Maß bezeichnet man als Volatilität. Die Volatilität dokumentiert Wertschwankungen eines Wertpapiers, vor allem von Aktien, in einem bestimmten Zeitraum und stellt diese in Form eines Wertes dar. Schwanken die Werte eines Papiers stark und häufig, ist die Volatilität hoch. Das bedeutet für Anleger auch ein entsprechend hohes Risiko.

Volltilgedarlehen

Wird ein Annuitätendarlehen innerhalb der Zinsbindungsfrist zur Gänze getilgt, spricht man von einem Volltilgedarlehen.

Vorfälligkeitsentschädigung

Hat ein Kreditnehmer vor, ein Festzinsdarlehen schon vor Ablauf der Zinsbindung zurückzuzahlen, verlangen Banken dafür eine bestimmte Ablösesumme. Diese Ablösesumme nennt man Vorfälligkeitsentschädigung.

Wachstumswerte

Wächst ein Unternehmen auffällig dynamisch, nennt man diese Unternehmen auch Wachstumswerte. Sie stehen eng in Verbindung mit dem Growth-Ansatz. Siehe Kapitel „Growth-Ansatz“.

Währungsabsicherung

Anlagen können vor Wechselkursrisiken geschützt werden, indem man Währungsabsicherungen einsetzt. Ist ein Fonds währungsgesichert, fügt man seinem Titel den Zusatz „hedged“ hinzu.

Währungschance

Das Gegenteil des Währungsrisiko ist die Währungschance. Eine Währungschance besteht dann, wenn durch die Aufwertung von einer fremden Währung zusätzlich Rendite bei Anlagen in dieser fremden Währung ausgenutzt werden kann. Neben der Rendite aus der Unternehmung im Ausland erhält der Anleger also zusätzliche Zuflüsse, die durch die Umrechnung der erzielten Gewinne in die heimische Währung generiert wurden.

Wandelanleihe

Der Inhaber einer Wandelanleihe (festverzinsliches Wertpapier) hat das Recht, seine Anleihe in Aktien umzuwandeln. Dies ist nur innerhalb einer festen Frist und unter bestimmten Rahmenbedingungen möglich.

Werbungskosten

Für den Erwerb, die Sicherung und die Erhaltung von Einnahmen fallen Aufwendungen beim Steuerzahler an. Diese Aufwendungen fasst man unter dem Begriff Werbungskosten zusammen.

Wertentwicklung

Gemessen wird die Wertentwicklung eines Fonds an der prozentualen Veränderung des Anteilswertes (innerhalb eines Zeitraums). Einbezogen werden dabei Steuerguthaben, nicht berücksichtigt wird der Ausgabeaufschlag.

Wertpapier

Traditionell verbrieft ein Wertpapier ein Recht an einem bestimmten Vermögen. Es dient also symbolisch als Urkunde. Beispiele für Wertpapiere sind Aktien, Anleihen, Schecks oder Wechsel.

Wertpapierdepot

Das Wertpapierdepot hat die gleiche Bedeutung wie ein Depot. Es ist eine Gesamtaufstellung aller Wertpapiere eines einzelnen Anlegers. Siehe Kapitel „Depot“.

Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Im Wertpapierhandelsgesetzt (WpHG) werden jegliche Geschäfte sowie die Bedingungen, welche mit und rund um Wertpapiere zu tun haben, geregelt.

Wertpapierkennnummer (WKN)

Die Wertpapierkennnummer wird mit den Buchstaben WKN abgekürzt. Durch die WKN ist in Deutschland jedes Wertpapier, welches an der Börse gehandelt wird, eindeutig identifizierbar.

Wertpapierleihe

Eine Wertpapierleihe (bei Aktien auch Aktienleihe) ist ein Geschäft, bei dem der Verleiher einem Entleiher ein Wertpapier für eine begrenzte Zeit zur Nutzung überlässt, wofür er normalerweise eine Gebühr erhält.

Wesentliche Anlegerinformationen

Die wichtigsten Details zu einem Fonds finden Anleger in den Wesentlichen Anlegerinformationen (KIID: Key Investor Information Document). Sie beinhalten Angaben zu den Zielen, den Risiken und möglichen Erträgen, der Anlagepolitik und den Wertentwicklungen des Fonds in der Vergangenheit. Die Fondsgesellschaften sind dafür zuständig, die KIID für Anleger zu erstellen. Die Wesentlichen Anlegerinformationen sind standardisierte Informationsblätter. Ihr Inhalt und die Länge ist ganz genau geregelt. Sie dienen dem potenziellen Fondsanleger seit dem 1. Juli 2011 schon rechtzeitig vor Vertragsabschluss als wichtigstes Informationsdokument. Die KIID werden dem Anleger vor der Unterzeichnung des Vertrags über den Vermittler ausgehändigt. Anleger können verschiedene Fonds anhand der Wesentlichen Anlegerinformationen vergleichen und erhalten zudem Informationen zu den Angaben der folgenden Punkte: Anlagepolitik, Risiko- und Ertragsprofil (inklusive Einordnung in die Risikoklassen 1-7), Ziele, Kosten sowie die Wertentwicklung der Vergangenheit. Die Länge der KIID darf maximal 2 Seiten sein, auch die Aufteilung ist klar definiert. Verantwortlich für die Erstellung der Wesentlichen Anlegerinformationen ist die Fondsgesellschaft.

Wiederanlage

Erträge ausschüttender Fonds werden in der Regel in neue Anteile des gleichen Fonds reinvestiert, dies nennt man auch Wiederanlage. Der Anleger kann auch eine Barausschüttung der Erträge vereinbaren, dann kommt es nicht zur Wiederanlage.

Wiederanlagerabatt

Hat sich ein Fondsanteilsbesitzer dazu entschieden, die Ausschüttung des Fonds wieder in den gleichen Fonds zu investieren, gewährt ihm die Fondsgesellschaft einen vollständigen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

XTF

Die Deutsche Börse AG sieht das Marktsegment XTF für Exchange Traded Funds (ETF) und aktiv gemanagte Fonds vor. Die Fonds sollen börsentäglich über das Computersystem Xetra und im maklergestützten Handel gehandelt werden.

Yield

Das englische Wort für Ertrag ist Yield.

Zahlstelle

Jene Banken, bei welchen Anteile von Investmentfonds verwahrt werden können, nennt man Zahlstelle. Im Inland gelten im Normalfall die Depotbanken als Zahlstelle. Ausländische Fondsgesellschaften, die ihre Fonds in Deutschland anbieten, müssen hierfür eine deutsche Zahlstelle benennen.

Zerobond

Eine besondere Form der Anleihe ist die Zerobond: Bei ihr werden die Zinsen am Ende der Laufzeit ausbezahlt.

Zertifikat

Bezieht man sich auf seine rechtliche Grundlage, versteht man unter einem Zertifikat eine Schuldverschreibung. Also eine Anleihe. Abhängig ist die Wertentwicklung des Zertifikats von einem Basiswert. Zu den etablierten Zertifikaten kann man die Indexzertifikate oder Hebelzertifikate zählen.

Zielzeitfonds

Diese Fondskonstrukte werden auf einen bestimmten Ablaufzeitpunkt gemanagt. Kategorisiert werden sie abhängig vom Zieldatum (Ablaufzeitpunkt).

Zins

Betrachtet man den Zins einer Anleihe, sollte man im Blick haben, dass er mehrere Bestandteile hat. Grundlegend kann man sagen, dass Anleger bei Anleihen mit langer Laufzeit einen höheren Zins erwarten können, als bei Anleihen mit kurzer Laufzeit. Obwohl Anleihen, verglichen mit anderen Anlageklassen, sehr sichere Anlagen darstellen, besteht immer ein Restrisiko des Kapitalverlust. Am festgelegten Zins erkennt man meistens sofort, wie gut die Bonität des Herausgebers ist. Ist der Herausgeber unzuverlässig, kann der Zins zwar hoch sein, dafür allerdings auch das Risiko für den Anleger. Der Zins schafft unter anderem einen Ausgleich zur Inflation, die während der Laufzeit besteht. Sind die Inflationserwartungen hoch, wird auch der Zins höher ausfallen. Festgelegt wird der Zins bei Anleihen in der Regel vor dem Kauf.

Zinsbindungsdauer

Im Darlehensvertrag wird vereinbart, wie lange der Zins festgeschrieben ist. Die Dauer dafür bezeichnet man als Zinsbindungsdauer. Läuft die Zinsbindung aus, besteht die Pflicht zur Verhandlung über einen neuen Zinssatz und dessen Festschreibung.

Zinseszinseffekt

Zinseszins ist im Finanzwesen ein Zins, der dem Kapital hinzugefügt (kapitalisiert) und künftig zum geltenden Zinssatz zusammen mit dem Kapital verzinst wird.

Zinskupon

Den Zinskupon kennt man auch als Kupon. Siehe Kapitel „Kupon“.

Zinszyklus

In der Regel weisen die Zinsen am Kapitalmarkt - auf lange Sicht betrachtet - gewisse zyklische Bewegungen auf. Den Begriff Zinszyklus benutzt man zudem häufig wenn man von der Zinspolitik der unterschiedlichen Zentralbanken (weltweit) spricht. Abhängig von der nationalen Konjunkturlage passt die jeweilige Zentralbank den Leitzins nach oben oder unten an.

Zwischengewinn

Den Begriff Zwischengewinn verwendet man für Ertragsanteile, welche bei der Veräußerung oder beim Kauf von Anteilscheinen zwischen zwei Ertragszahlungen anfallen. Beim Verkauf sind die anteiligen Erträge steuerpflichtig, beim Kauf wirken sich diese steuermindernd aus.